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kanischen Fabriken wurde auch hier die Fließarbeit mit Reihenerzeugung ein­

geführt, wodurch eine wesentliche Erhöhung der Produktion und Verbilligung

der weltbekannten Ware ermöglicht wird.

Wandernde Ketten und Rollbahnen, schnellaufende Elcktro-Hängebahncn

und durch Motoren in Bewegung gesetzte Lastkarren bringen dte serienweise er­

zeugten Wagenbauteile von Maschine zu Maschine bis zum endgültigen Zu­

sammenbau im Chassis. Ein eigenes Gußwerk und eine große Karvsferieabtcilung,

eine Kugellager- und Akkumulatorensabrik, eine

600

Tonnen-Rahmenpresse und

mehrere kleinere hydraulische Pressen tragen wesentlich dazu bei, die großartige

Leistungsfähigkeit des Unternehmens auf der Höhe zu erhalten.

Bon der Leistungsfähigkeit kann man sich eine Vorstellung machen, wenn

man bedenkt, daß alle 25 bis 30 Minuten ein fertiges Automobil die Fabrik

verlassen kann.

Gegenwärtig stellen sich die Preise ab Werk und ausschließlich Warcnumsatz-

steuer aus:

Typ. XX: Double Phaethon........................................... 8 12.480'—

Double Phaeton mit Aussatz........................ „ 13.850'—

Stahlkomfort .....................................................„ 13.850'—

Cabriolet, 4sitzig ................................................„ 14.650 —

Typ. XII: Double Phaethon........................................... „

8.980'—

Double Phaethon mit Aussatz.........................„ 10.180'—

!Weymann Komfort........................................... ,, x 1.68c—

Cabriolet, gsttzig ................................................„ xx.68o'—

Cabriolet, 4sthig ................................................ ,, 12.980'—

Typ. XII N: Plateau vertieft

.................................. „ 9.965-—

1 t Nutzlast: Kasten .......................................................... 10.450'—

Die in den Steyr-TLerken hergestellten Kraftwagen,, die aus allen Äuto-

mobilausstellungen das größte Aufsehen erregten, sind aus vielen Wettfahrten als

Sieger hervorgegangen und genießen infolge ihrer außerordentlichen Leistungsfähig­

keit und Lebensdauer sowohl als Reise- wie als Renn- und Lastwagen iWeltruf.

Um einen Begriff von der Größe der Fabrikanlage zu geben, führt

Dr. Otoska*) an: Die Gesamtlänge aller Objekte — jedes an sich ein selbständiges

Fabrikgebäude — beträgt ungefähr 10 km; die Gesamtfläche 1-5 NIrllionen

Quadratmeter; bebaute Fläche 284.440 m2; Heizfläche der Dampfkessel 480 nr;

P8-Leistung der Krastzcntrale 15.000 PS.

Diese Werke sind aus den ursprünglich von Josef Werndl ins Leben ge­

rufenen und zu so großartiger Entwicklung gebrachten Wüsfensabriken hervor­

gegangen, die 1894 eine Wochenerzeugung von 13.000 Gewehren hatten. Heute

beschränkt sich die Wassenerzeugung aus Jagd-, Sport- und Luxuswaffen, die

infolge ihrer tadellosen Ausführung ebenfalls Weltruf genießen.

*) Dr. P. Otoska in „Die Steyr-Werke". Seite 87 (Lit.-Verz. Nr. 12).

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