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Margaretenkapelle (Plan 13), ein altes (Bauwerk, urkundlich als Kapelle

an der Sabinicha erwähnt; sie hat ein sechseckiges, mit reichem, plastischem

Malenwerk, Krabbenhelm und Kreuzblume geschmücktes Türmchen, das getreu

dem verwitterten Originale in letzter Zeit nachgebildet wurde. Am anstoßenden

Pfarrhose (Plan 14) erinnert eine Gedenktafel an den Ausenthalt des Sym­

phonikers Anton (Bruckner in den Jahren 1886 bis 1894, dem auch ein einfaches

Denkmal (Plan 15) von Tilgners Meisterhand am gegenüberliegenden Pfarrplatze

errichtet wurde. Aus diesem Platze standen einst das Pfarr- und das Gilgentor,

die in den Vierzigerjahren abgetragen wurden.

Aufn. PostkarLen-Jnd.-A. G., Wien.

6. Schloß Lambeeg, Hof.

Vom Pfarrplatze aus betreten wir die (8

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g g a f f e, die nebst der (Burg

wohl die älteste Ansiedlung der Stadt darstellt und zweifellos die Wohnstätten

des Hofstaates der Markgrafen enthielt („Am Hof"), während sich die Ritter­

schaft und die (Bürger den Stadtplatz und die Enge als Wohnsitze wählten. Auch

hier finden wir noch einige Häuser mit gotischen Resten oder im Rokokostil

(Nr. 26 und 28). Am Ende der (Berggasse befindet sich ein größerer Gebäuvc-

komplex, das einstige Kloster der Zölestinerinnen; deren ehemalige Kirche dient

heute umgebaut als Stadttheater (Plan 16), während in den Kloster­

räumen gegenwärtig das städtische und bezirksgerichtliche Gefangenhaus und eine

(Mädchenvolksschule untergebracht sind; das Haus Nr. 19 (Plan 17) war früher

Eigentum des Steyrer Geschichtschreibers Valentin Prevenhnber, bzw.

Preuenhuber (gestorben zu Regensburg 1652).

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