Vorwärts Nr. 2, 9. Jahrgang, März 1976

1 P. b. b. <J . J AHRGANG MÄRZ 197b NUMMER b STEYRER ARBEITER UND ANGESTELLTE WURDEN IRREGEFOHRT ] KOMMUNISTEN HABEN RECHT BEHALTEN - ZWANGSURLAUB WAR NICHT NOTWENDIG Das Märc hen der Direktion und der SPöBetriebs ratsmehrheit, daß der vom 7. bis 14. Febr uar in den Steyr-Werken durchgeführte Zwangsurlaub eine wirtschaftliche No t wend i gkeit gewesen war, ist nun, einige Woc hen später,zusarrvnengebrochen:Der Generaldi rek to r de r Steyr-Daimler-PuchAG, Di pl . -Ing. RA B U S,erklärte dieser Tage , de r Konzern habe 197~ mit einem Umsat z von 7,9 MilliardenSchilling trotz den Schwierigkeiten auf dem Zweiradsektor gegenüber 1974 e i ne Steigerung um acht Prozent erzielt. "überd urchschni ttl i eh" habe sieh, laut SPö-"Tagblatt", der Auslandsumsatz der Steyr-Werke entwic kelt, der um 14 % angesti egen se i. Der Exportanteil erreichte 63 t des Umsatzes mit eigenen Erzeugnissen bezw. 52 Proze nt des Gesamtumsatzes. Sehr stark expandierte auch das Handelsgeschäft, näml ic h um plu s 29 Prozent. Für das laufende Jahr 1976 sollen, wie der Gen eraldirektor mitteilte, rund 500 Millionen Schilling investiert werden. Das Liefervolumen aus der Kooperation der Steyr-Werke mit der Volksrepublik Polen wird zwi sehen 1976 und 1980 rund drei Mi 1l iarden Schilling betragen. Der Zwangsurlaub in den Steyr-Werken v. 7. bis 14.Februar dieses Jahres,für den die Belegschaft ihren GEBOHRENURLAUB opfern mußte, wurde mit"Auftragsschwierigkeiten" begründet, wobei es zu angebli chen Kündigungen kommen sollte, denen man nu r dadurch "begegnen" könnte, sobald man auf einen Zwangsurlaub "ausweiche". Die e rfolgreiche Bilanz des Unternehmens und die geplanten Investitionen für 1976 bewei sen, da ß di e KOMMUNISTEN recht gehabt hatten, als sie den Zwangsurlaub abl ehnten und der Belegschaft die wahren Hintergründe dieser kurzfristigen Betr i ebsstillegung darlegten. GEGEN EINSCHÜCHTERUNGSVERSUCHE In einem Flugblatt der KPö und des Gewerk sc haftlichen Linksblocks hieß es damals wörtl i ch: "V< t' Kommunv.i.te.n ((>_ hne.n cü..e Vottgang.6WU - M ' detr Be. t JUe b-6,eu.tung ab, auc.h 6Ü!t de.n FaH , wc>nn e.1.i ec.h.te , k.u.t1.z6wt,i ge Schtc.Ji e. - tr. -i gke.d.,in geben IAWl. de . Vü 10.000 AJr.bu - t('_tr. und Ange..6.tel.U('_n Un-6(.).'Z. e..6 We.!1Re..6 haben ü1 den f.e.t.z..te.n Jahtt ,m '1.A.(>_,6,i_ge PROFITE Mi tr. den Konze trn und dam..i...t oÜ!t cü..e Ak- .t.i.C!nci.Jz.e. ge..6c. ha6~en und WC'/2('_nti.-i..c.h dazu be.i.9e.t.,tr..age.n , daß .un S:teyttV!. Hau p.twe.tr..k JE STARKER DIE KPö, DESTO BESSER FOR DIE ARBEITENDEN

-U11 Re.t::.tc.n Jah!r. 390 ,\,l d:f i u ne.11 Sc/1Ltfing -i. nvv.i :t int we/r.d cn bmn t en . Als "Dank" dafür sollen die Arbeiter u. Angestellten nun eine Woche Gebührenurlaub opfern. Der Verdacht liegt nahe, daß man im Zusammenhang mit den laufenden Lohnverhandlunqen ver sucht,mit derartigen Methoden die Kollegenschaft einzuschüchtern, damit s ie sich mit einem be sc hei denen Erqebni ~ zufiedengibt. Au ße rdem will ma n da durch Angst unt e r der Ko ll eqe nschaft e rzeu~e n, um die bereits von uns aufgeze i gte n Scharfmacherrnet hoden l eic hter durchsetzen zu kö nnen." BLUMEN FüR FRAUEN ßt'wnc i : ~ii 'T a.,L,l'itl'11dc F1auc n 0ab l' -6 am S. '.ki1:: , dcm U.JTE R,NATJ ONAUN FRAUENTAG ü 1 d,", I 116 t'1 1w;c 11tl' 11~ab'T<i~ " ,\1U.S 1CA" rn Ste11~ . Vl''1 Di -'r.ekfo1 Vipt . - 111q. Add'. .~ Dt,fc z d ' hatt1: die hauc 11 am Vt·'1rnitta(j <11 dn, c;c _., c U _., c/-,a ,; t.6 'Laum 9c f ad l' v1 111!ri rn l' ( - 11(' '1 l:ti 1 :: n1 ÄH6/Y1 c(c/1 <: c1.( e Bcd('u tm1n d cJ.i 1Hte111rcto!a l'c ,1 h cw e11taq(' ..', af.'i C' Hll ' H KA\!Pr7AG ,fr1 at1b('.( f (' 11 1k11 F'l cw en da'1 - c1c • t'c 11I, ck'l r: ei11l'.',W(' ,1-" III( ( dem ,\ht.tetr. - ·t aq :: u \'C ' 'lgfC' (c/1 (' 11 .'il '(. A11.'i cl1t,· l'ßt' 1:d 1ib e·1'1l' <ciitc n jl'de'1 M-<·.ta·1bc1 t e '1<11 r ir1c1.11 _<,c/1 :' ;11c11 Bl1m1l'.nJ.i.t'lauß . D<c''-il'.'i r...tc.-<.nc Bc -U/.1<,'i.' nu..'i t'<nt' 'l kf<: 111 l'n rab'lit ü:t rnl!it'l a{'..<, e rn c "AUFMERKSAMKEIT" d(' . .<, Viflcl~tc 'l-.'> qe_qe 11 '.i bn d.c.> n F'laucn . E.s wä 't e e i n H-i.. ntJJe·ü· a11 d ie V-<'1. l'iz t c1 '1e n und Bct 'l-i..e b1.i'1.ä,t e de 'l S.t e,r't-We 'lr..l' , e -i ne 11 äh nt.i. d1 en Ar.. t von pt1t il L.'i c. he'! Zil1<icourn9c ~ü >r d-i..e. we i_b.f.'. ,i chen ß(' ~ ck i -; t <: i tc.n :u 1.ie .tze n. " H,11 t e n Sie sich a.n d i e Lo hnleitlinien ! " PROTESTIEREN AUCH SIE, GEGEN • DIE ERHÖHUNG DER MINERALÖLSTEUER .DEN HÖHEREN BENZINPREIS • DIE HÖHERE HAFTPFLICHT • DIE GEPLANTEN MAUTSTELLEN .DIE HÖHERE KFZ-STEUER Die KPö und der Gewer ksc haftliche Linksbl ock ru fe n die arbeitenden Menschen auf, sic h gemei ns am gegen diese neuen Belast unge n zu r Wehr zu setzen. Es is t ni cht wahr, daß diese neuen Belast ungen notwendig s ind, um die Arbeitsplätze zu sichern. Im Gegenteil, eine Reallohnerhöhung, die Abwehr dieserBelastungen, ein Prei s-,Tarif- und Mietzinss topp i s t auch i m Interesse der Sicherung von Arbeitsplätzen gelegen.Denn ein entscheidender Impul s zur BelebungderWirtsc haft mu ß durch die Hebung des Inlandkon s ums, also durch e ine entsprechende Hebun g der Ma sse nkaufkraft erfolgen. Ferner kö nnte die Regierung Mehreinnahmen für das Budget durch eine Erhöhung der Besteuerung für die Kapitalisten, durch Be seiti gung der Steuerprivilegien, der Millionäre und Eintreibung der Steuerschulden der Großunternehmer ersch liessen. KP O GEGE N D I E AUS P LONDE RUNG Seit Jänner wurden verteuert: Die Mehrwertsteuer um 2 Prozent, die Kanalgebühr um 50 Prozent, die Mieten, die Eintrittspreise für Hallenbad, Freibad, Sauna und Kunsteisbahn um 40 bis 100 Prozent, Kindergartengebühr,Brotpreis, Fernsehen und Radio, Strompreis um 10 Prozent, Kfz-Haftpflicht um 6,9 Prozent, Benzin um 80 Groschen und Heizöl um 20 Groschen je Liter. Mit dieser Politik der Ausplünderung, die gegen die Arbeiter, Angestellten und Pensionisten gerichtet ist, muß Schluß gemacht werden.

,,Ich habe genug von der fm rJll - z,pa t io n, ich möchte ver wohn: ,... erden , meinte ein ste ir,sche1 Topmannequ ,n, a ls er von ei nt:• sehr auflagens turken Zeit ung über se :ne Me inung zum Jaii , de • F, au gefragt wur de. Du, Verbre itung solcher und ä hnl , · öe: W eishe i ten t rägt dazu be ,, den w1•·1d ,chen s ;nn d, ese , jc tLI so . iel ben utzt en Fre rndwo, k '.. / u ver,erren . L;1,_1 t , Duden bede,; tel E•,1an1 1po t ,o,1 . Ver selb ständ igung ·· und „ G :e, chstel lung ··, und der „ B, ock hou~· er kla, t den Beg r, ff ,rn t „ Bef re iung ou, ent würd rgende, Bevo1mun - d c1n g T .:.i t\äc~kh be inha ltet d ,e Fo r der ueig noc:, Emanz ipation de, F r □ '. • e,., e h,s to , ;sche Umwöl - 1 11ng Nach Jahrhu nderten de, cks tell ung und Bevo, :,1undung hat sich in ,,nserer le,t u11w1 der·r uf l1ch du rchgeset,t . daß , . d •t" D1sk··•r111 ni f:'r ung der Frau unvere:>1bor J11 ;! der Menschen• ...,ur::Je, rn ,1 dem Wohl der f u :nol,p ·; nd de,· C,esellsc.hoit ,,1 w:e es i ri der Deklc, ,(ll 1on de, UNO he,ßt Heu re kurir, ni emand mehr leugnero da ß d ,e Frauen bei uns e,r,e :.ehr bedeutende Rolle nicht n1;r ·" :ier Fumi l ,e, ~andern auch irn oife·1 t i,cl1eri Leben, in der W or tslh, il t sp ielen . Sie sind un - er~etzb,P gewo rtl en. Aber ~:, konn oucn 11 ,ch t m•) iir bestritterwer den d c1 ß von e:ner gle,c.t, - b,::• echtigte,1 S•e l lu ·1g im Lebe· , kf, . .,e Rede sei n kann. ach ·,vi 1d gesag t, Ha.ipt io1-,dern,s hir d ie Gte1chbe,·t!C; , • t ,gung se ,eri die Vo•·urte11e. d10 be, Männe, n und ~ r :-i uPn nocl · W':!; t verbrei tet s;~d . Die Vo, ur teilt- obe1 lai~t:n ;,eh nic !,t er fo lgr e,ch bekö n, pfe ,~. oh,,e d1tsozia!en Bed i11gungen zu ver - ändern, d1e dera r t ige Voru1reile hervo rruf en. In unserem kopitol isti , chen „Wohlfohrlsstoat · kann jeder olles werden, vorousge~elzt . et hol die Möglichkeit dazu Wor - um ober bekommen die Frauen bei uns im Durchschni tt ein Drittel wen iger lohn als die Männer? Worum haben drei Viertel der Frauen keine über die Pfl icht schule hinausgehende Ausbildung? Worum muß die große Mehrheit der Frauen unongenehme und schlecht be8_ März - Intemationaler Frauentag: Schon damals. im Jahre 191 o. im Schatten des herannahenden ersten Weltkrieges. hat sie die große gesellschaftliche Kraft für Frieden und Fortschritt erkannt. die in der Organisierung und Mobilisierung der Frauen liegt. Auf der zweiten sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen schlug Klara Zetkin vor, jedes Jahr den 8. März in der ganzen Welt als Internationalen Frauentag zu begehen. Die Geschichte hat ihr recht gegeben - die Frauen sind heute zu einer großen Kraft des Friedens und des Fortschritts geworden. Das haben unübersehbar im Vorjahr die Weltkonferenz der UNO in Mexiko und der Weltkongreß im Internationalen Jahr der Frau in Berlin gezeigt. Es gibt keinen Zweifel. daß der Aktionsplan für die nächsten zehn Jahre, der dort beschlossen wurde. nicht nur die Lage der Frau, sondern auch die Welt verändern wird. zahlte Hi lfsarbei t machen2 Worum we rden zehn tausende Mütter zwischen Hausha l t, Berufsa rbeit und Fam i l ienpf l ichten aufgef ieben? Offen si cht li ch, we i l dieses Gese ll schafts system ihnen keine andere Mögl ichke it bi etet Die schöne Wohnung, d ie gute Bi ldu ng, ein interessa nte r Beruf, die Au sbi ldung der Kinder - das hängt doch we it weniger von den eigenen Fäh igkeiten als von den gesell schaftl ichen Bedingungen ob! Wer kann mehr als d ie Frauen sel - ber interess iert daran sein, dieses Gesellschaftssystem, das nicht d ie Bedürfn isse der Menschen, sondern das Profitstreben einer Minderhei t in den Mittelpunkt stellt , zu verändern? Welche Frau w i ll nicht die glei - chen Rechte und Möglichkeiten? Welche Mutter wi ll nicht für ihr Kind die besten Entwicklungs- ~honcen? Wer wünscht sich ni cht sehnlichst, daß der Frieden erhcilten bleibt, daß nicht M i ll iarden für das Wettr41sten vergeudet werden? Diese Lebensfragen beschäft igen und einigen heute Millionen Frauen auf der ganzen Welt. Die Rolle der Frau hat sich in unserem Jahrhunder t tatsächlich seh r verändert ; die Arbeiterbewegung, und die Frauenbewegung hoben dazu beiget ragen , der Offentlichkeit und de11 Frauen selbst die Benochte; l igung bewußt zu machen. Die g roßen Veränderungen und Erf o lge i n, Leben der Frauen in de r sozia l,s tischen Ländern 1-iubP.n d ie Theo ri en von de •· M inde, we rt igkeit der Frau f •Jr i rnme,· widerleg t In der Prax is wurde dor t nachgewi esen, daß Fr::iuen gleichwer tige Fähigkei - ten besi tzen , wenn ihnen d ie M ögli chke i t gegeben w ird, sie zu entfalt en. Der große französ ische Dichter Romo in Rollond vergleicht die Stellung der Frau in der Gesch ichte der Menschhei t mit ernem Ba um, der an einer Mauer wuchs und sich deshalb nur noch einer Seite entwickeln konnte. Unser Ziel ist es, diese Mauer zu durchbrechen und allen M enschen allseitige und gleiche Entwicklungschancen zu schaf - fen. lrmo Schwager_

25. Parteitag der KPdSU Franz MUHRI Vorsitzender der Kommunistischen Partei Österreichs Die Parteitage der KPdSU habe:1 nicht nur ft.ir die Sow_ietvijlk!:'r. so1:- llern fiir die \\"erktat1 .,;en dt•r gan - zen ·v.:elt Bedeutung. Die Sowjetunion i .-- t j~ d.v; er,le und grüß1e Land des So7ialismus, und c.i1e KPdSU i"t d ie f (ih 1·e,1de Kraft 1:1 der sozialisti schen Ge~ellschaft der UdSSR. Besonders \\· id11ig i~t. daß in der SL·hlußakte da~ Recht jedes Volkes verbrieft ist, olrne Ei nmi scil ung ,·on außen über seine Zukunft , u b e - stimmen, ein Recht, das bei uns im Westen von verschiedenen Kreisen noch nicht genügend anerkannt und respektiert wi1·d. Es gib t bei uns in Österreich noch ldeologen und Politiker, die den Kampf um eine antimonopolistische Demokratie in Portugal als Vel"!etzung der Vereinbarungen von Hel sin ki hinstellen wollen. Große internationale Bedeutung J,aben die Leistungen des Sowjet- \'Olkes in !-einem Land, besonders die erfolgreiche Erfüllung des neunten Fünfjahrplans. Trotz gegenteiliger Meldun~en. d ie im Westen erschienen ~ind. i~t es eine Tatsa che, daß dieser Fünf ja hrplan seinen Erl(ebnissen nach zu den erfolgreich- :. ten Fünf jahrplii11e11 der Sowjetunion gehör!. Alle diese Erfolge de r UdSSR in der Außen- und l n r,enpolitik haben große Bedeutung für den Kampf, den wir öst<> rre1 , lii~c11en Kommunisten für d ie Int eressen unseres \io fkes führen, das ~il''1 für die Neutralität u:1d Unabhängigkeit seines Landes einsetzt. kh muß s.igen. d;:,ß die günstigen Wandlungen in den ir,ternationalen Beziehungen auch auf die Außenpolitik der österreir-ilischen Regierung gewirkt haben . Sie hat z. B. die DDR. die DRV u nd die KVDR ane rk ann t. Auch hat ~ie reell! vi el zu r Vo ,·bere itung df' r ,<sesa rnteuropüische,1 KonferPn z und ?.ur Konferenz selbs t b<'1 ,:esleuert. Di,• Dy11c1111ik de r Sowjetwi r tschaft l,at auch cien Ausbau der Wirtschafbbezi ehungen z"·ischen Öoterreich u nd der UdSSR günstig beeinflußt. Besonders wichtig ist das jetzt, " ·o bei uns Krisenerscheinungen auftr eten und die Arbeitslosi gkeit zunimmt. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der UdSSR hilft uns, Beschäftigungs - mögli chkeiten aufrechtzuerhalten. V✓ i r öskrreichischen Kommunisten setzen uns immer für den Ausbau diese r Zusammenarbeit, besonders aufgrund langfristiger Abkommen zwischen unse ren Ländern, ein. überhaupt haben sich die staatli chen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Österreich und der UdSSR in den letzten Jahren gut entwickelt, was ohne jeden Zweifel viel zur Entspannung in Europa beiträgt. Wir österreichischen Kommunisten w irken darauf hin, daß sich die Regierung und das Parlament Österreichs noch energischer um Frieden und Entspannung bemühen. llllllllWIIAlllllll11DIII• Wahl• und Preuefoncll der ICPO 1 AUCH_AUF IHRE SPENDE KOMMT ES AN! PSK-Kontonu111111er 7302.691 _.\uf dem XXIV. Parteitag wurde von Genossen Leonid I::rcshnew i111 HC'chenschaftsbericht das sow jet:- sche Friedensprogramm unterbreitet u r;d \ ·an den Parteitagsdelegierten auch einstimmig beschlossen. Die l e tzten Jahre ,A·aren zweifellos Jahre großer Erfolge im Kampf für die Durchsetzung dieses Programms. das ni cht nur den I nteressen der Sowjetvölker, sondern denen aller \'iilker cter \Veit ..-at:s:, r i,.-ht. Die Elnkommensentwlcklung In der Sowjetunion Da ~ Friedensprogramn , enth1t>lt einen Punkt über den Verzicht a:.i( Gewalt und Gewaltandrohung l;ei der Bereinigung rnternat.;onaler Streitfragen. Heute sehe:1 "11'. c!aß sich die Grundsi itze der friedlil'lien 1.;:oexislenz überall durchsetzen. Mit Erfolg \\·ird auch der Punkt ülx>r die Liquidierung der noct1 \'erbliebenen Kolonial reg1mes er• fiillt. Vo r unseren Au.gen i~t dac; µortugi e•isc he Kolonialreich z<' rfal - len. Jetzt ~ehen " ·ir die .tsro ßen Erfolge des angolani schen Volkes 11: seinem Kampf für Freiheit und sozialen Fortschritt . Die L1nterstiitzung der Sowjetunion ist aul't1 d.i ein entscheidender Faktor. Ausführlicher möchte ich auf die Punkte des Friedensprogramms eingehen, die sich besonders auf Europa beziehe n . Die e uropäische Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr war ein Markstein auf dem· Weg zur Schaffung eines neuen politischen Klimas in Europa. In ihrer Schlußakte sind die Grundsätze der friedlichen Koexistenz von Staaten verschiedener Gesellschaftsordnung v erbrieft und die Real itäten anerkannt, die sich in Europa nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt haben. Soeben erschienenen Stlltlstlken zufolge, sind in den vergangenen vier Jahren die Löhne und Gehälter in der UdSSR um mehr als 15 Pro:rent, die Arbeitsvergütung 1·n den landwirtschaftlichen Genossenschaften um 22 Prozent ges t.i egen. Die staatlichen Ei:nzelhandelspreise, die Wohnungsmiete, die Transportgebühren und Dienstleistungstarife· sind dabei in diesem Zeitraum unverändert geblieben. Gleichzeitig hat der Umfang der Geldauszahlungen für Renten, Stipendien und sonstige Zuwendungen sowie für kostenlose Güter pro Kopf der Bevölkerung im Jahre 1974 wertmäßig 329 Rubel (das sind bei 1 Rubel = 25 Schilling : 8225 S) gegenüber 263 Rubel (6575 S) im Jahre 1970 erreicht. • 1974 hat eine durchschnittliche vierköpfige Familie Waren für 3110 Rubel (77.750 S) angeschafft, was um 580 Rubel (14 .500 S) mehr ist als 1970. Die reale Bedeutung dieses Zuwachses wird besonders klar ersichtlich, wenn man bedenkt, daß ein Kilogramm Fleu.ch 1,5 bis 2 Rubel, ein Liter Milch 0,28 und ein Kilogramm Kaffee 4,1 bis 4,5 Rubel kostet. Daraus resultiert auch ein stabiles Wachlltum des Verbrauchs : an Fleisch (pro Kopf der Bevölkerung) von 41 Kilogramm 1965 auf 55 Kilogramm 1974, Milch von 251 auf 312 Kilogramm und »ier von 124 Stück auf 205 Stück. 1960 entfielen auf je 100 sowjetische FamlUen 8 Fernsehgeräte, vier Kühlschränke und vier Waschmaschinen. 1974 entsprechend 71, 56 und 62. Eine dlJII'chschnittllche sowjebische Familie gibt für die Ernährung ungefählr ein Drittel ihres Einkommens und weitere vier bis fünf Prozent für Wohnungsmiete und Kommunalgebühren aus. Für die Bildung, ärztliche BetreU'Ung, künftige Rente oder Krankengeld verwendet sie keine einzige Kopeke. Dadurch haben die Bürger der UdSSR die MögMchkeit. fürs Einkaufen einen viel größeren Teil lhres Geldeinkommens als die Bürger jedes beliebigen bürgerllcllen Staates auszugeben. Diese Tendenz zur Verbesserung des Wohlstandes ist für den soziaMstischen Sta:it boständig. Sie wurde zeitweilig lediglich durch die der Sowjetunion autgezwunaenen Kriege unterbrochen. Jeder sowjetische Mensch weiß heute, daß ihm auch in Zukunft keine Arbeitslosigkeit, keine Inflation, keine Flaute und keine Krise droht. Er ist sicher, äaß er morgen in jeder Hinsicht besser leben wtrd als heute.

><-- Bitt -r - - - - - e ausschneid 1 und b . en I h - - 29.Mä~; ~~ä::~tens : C protestiere gegen Po 5t kasten 1 • die Erh "h werfen. 1 0 ung der Minera1··1 1 • 0 steuer 1 den höheren B . • die .. enzmpreis 1 • hohere Haftpflicht 1 • die gepl 1 • • anten Mautstell : die höhere Kfz-Steuer en 1 Unterschrift : 1 ' ' Gebuhr beim E~pfange, einheben ,,Autofahrerprotest" H„ öchstädtplatz 3 1206 Wien

P ROTE S T GEGEN BENZIN - UND HEIZOLPREIS Nach der überfallsartigen Treibst0 ffverteuerung muß der Protest verstä rkt w e rde n. D ie E rhöhung des Heizölpreises trifft emen Gr:) füeil der Arbeiter, Angestellten und Pensionisten Über den Auto fahrer hinaus. Die Großunternehmer , die am 31. März mit dem gleichen Abgabenänderungsgesetz, mit dem die Massen belastet werden, Steuergeschenke v,::rn mehreren Milliarden Schilling zugeschanzt erhalten sollen, werden auch versuchen, alle Mehrkosten aus der Treibstoffverte ueru·ng auf die Preise abzuwälzen. Die KPÖ und der Gewerkschaftliche Linksblock rufen daher auf, in den Betrieben und \.V,.) ~rngebieten in den nächsten Tagen weitere Pr0 testunterschriften zu sammeln, um s 0 der V o rsprache unserer Delegati .::rn im Parlament mehr Nachdruck zu geben. den neuen Belastungen! Diese werden für einen VW-1300-Besitzer mindestens 2000 Schilling im Jahr betragen. ..Wie man es dreht und wendet . eine Verteuerung von Benzin ist auf gar keinen Fall gerecht - fertigt - auch nicht im neuen Jahr! " hieß es Ende 1975 in einer offiziellen Stellungnahme der Arbeiterkammer . Der Staat soll sich daher die Mittel zum Straßenausbau aus den Riesenprofiten der Unternehmer holen. Gewerkschaftlicher Linksblock Kommunistische Partei Unterschriebene Karte bitte in den Postkasten werfen oder bei unserem Vertrauensmann abgeben . Die Karten werden der Bundesregierung übermittelt . Eigentümer,Herausgeber, Verleger und Druck: KPö Steyr,Johannesg.16. Für den Inhalt verantw.: Martin Grasser Steyr, Steinfeldstraße 11

Gemeinsame Aktionen schlossenen Ausarbeitung eine., neuen Programms verfolgt d ie Führung offensichtlich die Absicht, unter Berufung auf die Notwendigkeit einer „Wählerkoalition mit den Liberalen" auch das Parteiprogramm noch mehr an die opportunistische Praxis der Regierungspolitik anzupassen. VON FRANZ MUHRI Der jüngste Parteitag der SPÖ hat keine Alternative zur gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Situation gezeigt. Wenn Bundeskanzler Kreisky und Zentralsekretär Marsch erneut lhre antikommunistische Haltung bekrättlgt haben, und wenn die ÖVP in jüngster Zeit wieder öfter mit der „Roten Katze" agiert, so verfolgen damit die Spitzen beider Parteien Im Grunde genommen ein gleiches Ziel: Sie wollen unter allen Umständen das Zustandekommen von einheitlichen Bewegungen und Aktionen ver- !'lindem. Die Führungen der SP und der VP fürchten nämlich nichts mehr als das Zustandekommen einer kämpferischen Aktionseinheit der ,\:·bdt.erkla„sc, deren Kern das 7...i"ammen\\'irken von Sozialistf'n und Kommunisten se;n müßtc-. Dt>shalb wird tagtäglich die Luge ,.!',breitet. daß wir Kommunisten angeblich Gegner der Demokratie und Freiheit SE'ien, während in Wirklichkeit die KPÖ konsequent für die Vt'rteldigung und den Ausbau d,•r bestehenden demok r:1t isc-hen RP<'llte der WPrktätigen eintritt und darüber hinaus einen demokratischen Weg zum Suz1a:1smu.s a,lstrebt, der die nationalen Bedingungen unseres Landes berücksichtigt und mit der Verwirklichung qualitativ neuer demokratischer Rechte und Freiheiten für dle arbeitenden Menschen verbunden 1s1. die im Rahmen der engen Si-hranken clPr kapitalistischen Ordnung nic-ht möglich sind. Deshalb ist es gerade in dieser Situation besonders wichtig, daß wir die Kontakte und die persönliche Diskussion mit dP.n sozialistischen Klassen-genossen verstärken und dabei bewußt machen: der entscheidende Gegensatz besteht nicht zwischen Sozialisten und Kommunisten, wie Kreisky mC'Slt, sondern zwischen der Arbeiterklasse und dem Kapital. !:)er Bundeskanzler hat in sei- :,en1 Referat auf dem Parteitag wirtlich erklärt: ..Heute befinden wir uns in einem Wohlfahrt.s- :: t.::at, in dem es nicht mehr nur darwn gehen kann. unerwünschte Symptome der bestehenden Gesellschaftsstruktur zu kurieren. Unsere sozialdemokratischen Vorstellungen vom Wohlfahrtsstaat verlangen, daß durch eine bewußte Gesellschaftspolitik die Strukturen so verändert werden, daß unerwünschten Symptomen von vornherein vorgebeugt winl." Hier wird wohl ein zu rosiges Bild ~emalt. Denn der Lebensstandard, den die Werktätigen unseres Landes erreicht haben, wird .gerade durch die Versuche gefährdet, die Lasten der Krille auf die arbeitenden Menschen abzuwälzen. Die Theorie vom soge„ nannten Wohl!ahrtsstaat, der lau.t Kreisky in Österreich bereits weitgehend ,.seiner Vollendung entgegengeführt" sei, wird du.rch riie dem Kapitalismus innewohnende Tendenz zu Krisen immer wieder aufs neue erschüttert. Der „Verteilungskampf von oben", vor dessen Entstehen der Bundeskanzler wamte, ist in Wirkllchkeit schon jetzt Realität. Und J\.nderungen der gesellschaftlichen Struktur, die verhindern, daß es zu den „unerwünschten Symptomen" kommt, erfordern eine antikapitalistische Politik. Aber davon ist die SP--RegiE>rung heute weiler entfernt dPnn je. Die Regierung macht in entscheidenden Fragen heute eine Politik, die in Widersprnch zum Programm der SPÖ von 1958 ,;teht. Bel der vom Parteitag beDer Erfolg der SP bei den Wahlen hat Krelsky zu dieser Politik bestärkt und ermutigt. Die Tatsache, daß keine Kommunisten 1m Nationalrat sind, daß es weniger Vertreter des Gewerk - schaftlichen Linksblocks in den Betrieben gibt, hat es dem Kapital und der Regierung erleichtert, die gegenwärtige Politik der Teuerung, der Reallohnsenkung, der zunehmenden Massensteuerbelastung durchzuführen. Die Erfahrung bestätigt also: Zu einer positiven .Änderung der Politik der SP, wie sie nicht wenige arbeitende Menschen in Österreich wünschen. genügt es nic-ht, sich auf eine linke Kritik innerhalb der SP zu beschränken. Eine solche Änderung erfordert gemeinsame Aktionen von Sozialisten, Kommunisten und Werktätigen der ÖVP und vor allem eine Stärkung der Kommunistischen Partei! (Aus der Rede vor der wirtschaftspolitischen Konferenz der KPO.) Neue Haltpllichtprämien Ab 1. März gelten in Österreich neue Prämiensätze der KraftfahrzeugHaftpflichtversicherung. Hier ein überblick über dje Situation auf dem Pkw-Sektor. Unter Tarif A finden Sie die Sätze, die zur Anwendung kommen, wenn nach einem Unfall ein Anspruch auf Mietwagenkosten besteht Tarif B: Ohne Mietwagen. In den Zahlen ist die siebenprozentlge Ve~icherungssteuer enthalten. (3 bzw. 5 Prozent Zuschlag bei halb- bzw. vierteljährlicher Zahlung.) Personenkraftwagen und Kombinationskraftwagen Tarif A Tarif B bis 16 PS .............. ............ ............ 1465,- 11n.- über 16 PS bis 20 PS .............. ............ 1845,- 1476;- über 20 PS bis 34 PS ·············· ............ 2503;- 2002,- über 34 PS bis 50 PS ·············· ............ 3467,- 2m.- über 50 PS bis 70 PS ·············· ............ 4261,- 3409,- über 70 PS bis 90 PS .............. ············ 5325,- 4.161,- über 90 PS bis 120 PS ••••••••..••.. ············ 5n6,- 4581,- über 120 PS ..... .. ............ ... .............. 6977r 5582,- Neue Mindestversicherungssummen: Personenschaden 1.2 MIii. s. Gesamtschaden 3,6 Mill. S und Sachschaden 360.000 S. t=~. -~--~- -~- ~-~--------- .-. - .. -... ---- --~---=-==========~ AN UNSERE FREUNDE UND LESER Die wachsende Teuerung ist auch auf die Herstellung unserer Zeitung nicht ohne Fo l gen geblieben und es erfordert große Opfer, ihre regelmäßige Ausgabe zu sichern. Wir wenden uns daher an unsere Leser und Freunde mit der Bitte, unsere Anstrengungen durch 5rPnden für unsere Zeitung zu unterstützen. · ·;.;;,; ·-- ;;;,;;;;;;;;:·-;.;;, ···~-~--;,;;;;-=.;;;;.;;;;;;;;;;;;;;;;~====~

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