Das Salztransportamt am Stadl und seine Bedeutung für den oberösterreichischen Salzhandel

- 114 - 1532 bis 1632 . 1 Die Leger hielten sich meistens zu ihrer Unterstützung ei- nen "Legerbuben", der ihnen wohl die einfachen Handreichun- gen zu machen hatte und von ihnen zu besolden war. 2 b) Reihenfolge. Die Nachrichten über die Leger fließen leider nicht so reichlich wie über die Stadlschreiber. Dies liegt wohl darin, dass ihre Bedeutung eben doch nicht so groß war wie die eines Stadlschreibers und dass sie auch nicht aus vorneh- men Familien stammten wie diese. Es ist daher auch nicht möglich, aufgrund des benützten Quellenmaterials eine lü- ckenlose Reihenfolge der Leger aufzustellen. Zum Teil sind die Abrechnungen der Leger, die sogenannten "Leger-Rai- tungen", erhalten, die aber auch nur in der Mitte des 16. Jhds. und in wenigen des 17. Jhds. Namen aufweisen. Die übrigen Namen fanden sich vereinzelt in sonstigen Akten des Lambacher Stiftsarchives. Eine Übersicht über die Reihe der Leger gibt Beilage Nr. 9. Als erste Leger werden 1480 Jörg Schopper und Mertt auf der Peunt (Mert Pewntner) genannt. 3 Sie waren in einen Rechtsstreit mit dem Fertiger Michael Heffter, Bürger in Gmunden, verwickelt. Dieser behauptete, ihnen 10 Pfd. Kü- fel Salz zum Einlagern in die Salzstadel übergeben, aber dann von ihnen nicht wieder erhalten zu haben. Darauf wurde eine Schranne für den 22. Feber 1480 im großen Sta- del beim Hause des Leroch angesetzt und der Stadlschreiber Hans Leroch zum Richter bestellt. Der Fertiger führte die Gmundner Mautregister, in denen die Ausfuhr der strittigen 1 Enthalten in LStA 470 und 471. 2 LStA 470 Nr. 20a (Leger-Raitung für 1565). 3 LStA 481 (fasz. 1/VII/1) Nr. 4.

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