Gemeinderatsprotokoll vom 11. Juli 1928

Übertrag: S 152.355.48 Dem steht auf der Gegenseite ein Betriebsverlust von insgesamt S 140.290.27 gegenüber, so dass die Erfolgsrechnung einen Betriebsgewinn mit 31.Dezember 1927 von S 12.065.21 aufzuweisen vermag. Wenn auch dieser Betriebsgewinn, sagte der Referent, hauptsächlich zur Deckung der Verlustbeträge aus den Vorjahren verwendet werden musste, wäre doch ein schliesslicher Reingewinn von S 660.03 zu verzeichnen, ein schöner Gesamterfolg der Geste, der deshalb umso erfreulicher ist, als er aus der Führung von Betriebszweigen resultiert, die teilweise noch im Entwicklungsstadium begriffen sind. Und dennoch konnte jeder dieser Teilbetriebe einen mehr oder weniger grossen Reingewinn aufweisen. Redner besprach sodann an der Hand der Ertragsziffern ausführlich die Tätigkeit der einzelnen Teilbetriebe, wobei er sich besonders mit der Bestattung und dem Autobetrieb beschäftigte. Von letzterem sagte er, dass er im richtigen Moment aufgenommen und mit ihm einem allgemeinen Bedürfnis Rechnung getragen worden sei. Die Stadtgemeinde aber habe durch diesen Eigenbetrieb einen grossen Einfluss auf das Verkehrswesen der Stadt und Umgebung gewonnen. Bei Besprechung des Betriebes Holzwarenfabrik betonte der Referent, dass sich wohl ein abschliessendes Urteil noch nicht bilden lasse, der Betrieb aber übernommen werden musste, um der Gemeinde grössere Verluste zu ersparen. Der bescheidene Reingewinn, den dieser Betrieh trotzdem ausweise, stelle aber der Betriebsleitung das beste Zeugnis dafür aus, dass sie selbst bei aufgezwungenen schwierigen Verhältnissen rationell zu arbeiten verstünde. Die Holzwarenfabrik aber sei vor allem auch übernommen worden, um das Brotloswerden einer grossen Anzahl bodenständiger Arbeiter zu verhindern. Denn darin liege ja für die Gemeinde der Hauptwert der Geste. Sie beschäftigt 63

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