Gemeinderatsprotokoll vom 16. April 1923

geleistet hätte werden können, wir sind nicht voll befriedigt von dem Bild, müssen aber erklären, dass es nicht möglich war in diesen Zeiten besser abzuschliessen. Ich bin nun schon 16 Jahre im Gemeinderate, ich kann Sie aber versichern, dass es noch in keinem Jahre so schwer war. Schliesslich bitte er, den Voranschlag und die übrigen Anträge des Referenten anzunehmen. Bgmst. Wokral betont, dass von einem Zusammenbrechen keine Rede sein könnte, dies sei ein Wunsch der Gegner, der sicherlich nicht erfüllt wurde. Die Gemeinde befindet sich heute in der Lage, dass sie bei Vollbetrieb der Waffenfabrik mit einem Überschuss abschliessen könnte. G. R. Witzany bespricht sodann die notwendige Bedeckung der Zuschüsse zur Arbeitslosenunterstützung, ferner die Warenumsatzsteuer und schliesst: Wenn auch noch viel zu leisten ist, so können wir sagen, dass die Gemeinde während der letzten vier Jahre um ein tüchtiges Stück vorwärts gebracht worden ist. Die mittelalterlichen Zustände in Steyr, die der Untätigkeit der früheren Gemeindeverwaltung zu verdanken sind, können nicht auf einmal behoben werden, insbesondere nicht in einer Periode der Geldentwertung. Wir können den Voranschlag der Gemeinde der von zielbewusster tüchtiger Arbeit zeugt, mit ruhigem Gewissen annehmen. G.R. Saiber stellt zum Schlusse namens der Präliminarkommission folgende Anträge: Der Gemeinderat wolle beschliessen: 1.) Der Voranschlag der Stadtgemeinde Steyr über die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1923 wird mit dem Gesamterfordernis per. 9,193,777.133 und einer Gesamtbedeekung per 2,985,481.081 somit mit einem durch Steuer und Abgaben zu bedeckendem Abgange von 6,208,296.052 genehmigt. Der Antrag wird einst. angenommen.

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