Werkruf - Jahrgang 2 - Folge 5 - 1939

Der erste Festtag. Ganz Steyr war in ein Ieer von Fahnen gehüllt und das Derk Steyr bot sich im schmucken Festkleide den zahlreichen an¬ kommenden Besuchern dar. Die gesamte Gefolgschaft nahm leb¬ haften Anteil an diesem denk¬ würdigen Jubiläum. Am 15. Juli, in den ersten ormittagsstunden kamen die Gäste aus nah und fern und aus der ganzen Ostmark und alus anderen Gauen des Gro߬ leutschen Reiches in das Werk An der Spitze der Gäste, in Vertretung des General=Feldmar¬ schall Göring, nahm sein eng¬ ter Mitarbeiter, Staatssekretär Körner, der ständige Vertreter des General=Feldmarschalls in den Fragen des Dierjahrplanes, im Feste teil. Die Begrüßung Um 10 Uhr versammelten sich die Gäste im, Waffen¬ saal, wo Betriebsführer Dg. Dr. Meindl die Begrüßung vornahm und in kurzer Darstellung die Entwicklung der Steyr=Werke umriß und ganz besonders auf die großen Erfolge seit der Heimkehr der Ostmark hinwies. Sodann überreichte er dem Gauleiter Dg. Eigruber, dem Staatssekretär Körner und dem Dräsidenten Dr. Doß der Steyr=Daimler=Puch=Aktiengesellschaft eine prachtvolle Ausgabe der Festschrift, die anläßlich des Jubiläums herausgegeben und allen Teilnehmern und der Gefolgschaft geschenkt wurde. Ein Rundgang durch das Werk schloß sich an und zeigte den Teilnehmern den gewaltigen Aufbau und Aufstieg des Werkes Steyr. Der Großanstell Um 13 Uhr fand sodann auf dem Appellplatz ein großer Gemeinschaftsappell statt, der vom Betriebs¬ führer Generaldirektor Pg. Dr. Meindl eröffnet wurde, welcher ganz besonders Gauleiter Dg. Eigruber und Staatssekretär Körner willkommen hieß. Sodann ergriff Staatssekretär Körner das Wort und überbrachte die Glückwünsche und Grüße des General¬ Feldmarschalls Göring. Staatssekretär Körner sprach Worte hoher Anerkennung über den geleisteten Aufstieg und veranschaulichte in packender Rede die Bedeutung des Lebenskampfes des deutschen Dolkes, in dem wir stehen und forderte zu größten Anstren¬ gungen auf, um die gestellten Aufgaben in vorbild¬ licher Weise zu erfüllen. Besondere Zustimmung bei den dichtgedrängtlauschen¬ den Zuhörern löste die Bemerkung aus, daß den Steyr=Werken im Rahmen der Reichswerke „Hermann Böring“ ein besonderer Platz zugedacht sei, den wir alle miterkämpfen müssen. Größter Beifall dankte dem Staatssekretär für seine Ausführungen und der Betriebsführer schloß sodann mnit dem Dersprechen zu erneuter Mitarbeit und einem dreifachen „Sieg Hei!“ auf den Führer, den bedeutungsvollen Betriebsappell. Die neue Lehrwerkstätte wird eröffnet Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das alle Gäste und die Vertreter der Dresse vereinte, wurden die neuen Gefolgschaftshäuser auf der Ennsleite besich¬ tigt, die einen sehr günstigen Eindruck hinterließen. Dann erfolgte die Eröffnung der Lehrwerkstätte, die in überaus herzerfreuender Form verlief. Mit leuchtenden Blicken standen die Lehrlinge in mustergültiger Einteilung vor ihrer neuen Wirkungs¬ stätte. Nach einleitenden Scharliedern und Sprech¬ chören hielt der Leiter der Lehrlingsschule, Studien¬ assessor Dg. Homann, eine zündende Ansprache in der er den Jungen die Bedeutung der Tat vor Augen hielt, die durch die Errichtung dieser vorbildlichen Lehrwerkstätte geleistet wurde und die Grundsätze der nationalsozialistischen Jugenderziehung darlegte. Er dankte dem Betriebsführer für die Schaffung dieser wunderschönen Lehrlingsschule und forderte die Jungen auf, ihren Dank durch erhöhte Leistung abzustatten. Dann stieg die Fahne zum ersten Male hoch und der Betriebsführer bat Staatssekretär Körner, durch einen Rundgang die neue Wirkungs¬ stätte zu eröffnen. Die gediegene und zweckmäßige Ausstattung der neuen Lehrwerkstätte rief bei allen Besuchern größte Anerkennung hervor. Anschließend sprach der Betriebsjugendwalter Dg. Legat zu den Jungkameraden.

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