Veröffentlichungen des Kulturamtes, Heft 25, Dezember 1964

tretung eine Skizze des zu errichtenden Hochaltares begutachtet?») Im folgenden Jahre hatte die von der Stadt für den Bau aufgewendete Summe mehr als 1.500 Gulden betragen. Da dem Magistrat keine weiteren Geldmittel zur Verfügung standen, erklärte sich Abt Anselm bereit, der Stadt 1.000 Gulden ohne Zinsberechnung vom Pfarrkirchenkapital zu leihen?») Diese waren vom Magistrat von 1688 bis 1697 in zehn gleichbleibenden Raten von 100 Gulden zurückzuzahlen* 81 * 83 84 8 ) Da ohnehin der gesamte Rat und die Bürgerschaft freiwillige Beiträge leisteten, erklärte der Magistrat, die Kosten für die Errichtung des Hochaltares nicht zu übernehmen. Dem Steprer Tischlermeister Gaungigl wurde die Herstellung des Hochaltares und einem Garstener Tischlermeister die Verfertigung der Kanzel übertragen. Der Abt verlangte vom Magistrat, auch das Dach des Khnöblturmes und die Stadtmauer vor dem Pfarrhofe instandsetzen zu lassen. Weitere Reparaturen erforderte die vom Gleinker- zum Scbuhbodentor reichende Besestigungsmauer Auch der Graben vor dem Gilgentor (Beute B'uckner- platz) wurde, um seiner Bestimmung als Hindernis vor den Stadtmauern zu dienen, entsprechend ausgebessert?») In der Höhe des heutigen Hauses Stadtplatz 19 stand in den achtziger Jahren des 17. Jahrhunderts ein öffentlicher Brunnen, der sogenannte „untere Stadtbrunnen". Dieser Wasserspender scheint schadhaft geworden zu sein, weshalb man an seinen Abbruch dachte. Im August 1681 teilte Bürgermeister Schinnerer mit, daß er sich wegen Ankaufes eines im Kloster Windhag vorhandenen Brunnens be- mübt hätte Aus der Mitte des Rates wurde nun Stadtkämmerer Michael Dersil- mair beauftragt, den „Stainern Prun Chor" in Windhag anzuschauen und über seinen Zustand als auch über Abbruchs- und Transportmöglichkeiten zu berichten?») Das Granitbecken wurde angekauft und dazu eine barocke Brunnensäule mit der Statue des hl. Leopold vom Linzer Steinmetzmeister Peter Pez geliefert. Die Ausstellung des Brunnens, der noch heute eine Zierde des Stadtvlatzes bildet, wurde vom Stebrer Maurermeister Hans Pellendorfer und den Münzbacher Stein- meben Georg Pichler und Jakob Rebhandl im Jahre 1685 beendet8«) Im Mai 1683 überließ der Magistrat den Dominikanern die Steine des alten Brunnenchores mit der Aufgabe, mit diesen den Weg vor Kirche und Kloster zu pflastern?8) Auch der nicht in Betrieb stehende Brunnen beim „Gewerkschastskasten" in der Berggasse wurde wieder instandgesetzt?») ebenso wurde der „obere Stadtbrunnen" um den Preis von 700 Gulden erneuert?7) Von den Cölestinerinnen wurde das dem Kloster benachbarte Haus des Schuhmachers Wezinger angekauft, um es in eine Lorettokapelle umzubauen?8) Im September 1686 wurde dem Rate von den am Grünmarkt wohnenden Brüdern Schweinzer eine „Feursprizen" vorgeführt. Die Stadtväter stellten fest, „wie solches die prob gezaigt habe sye die sprizn in begebendter Feursgefahr ein stattliches werckh". Der Bürgermeister wurde ersucht, unter Zuziehung des Stadtkämmerers mit den Schweinzern wegen „bepschaffung" einer solchen Feuerspritze zu verhandeln und auch für die Mittel zum Ankauf zu sorgen?») 7») RP 1686, 168. 8») RP 1687, 37. 8i) RP 1687, 51. sä) RP 1680, 113. 83) RP 1681, 173. 84) LV 14, 82. 85) RP 1683, 77. 8«) RP 1681, 162, 237. 87) RP 1687, 208. 88) RP 1680, 29. 8») RP 1686, 53. 33

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