Veröffentlichungen des Kulturamtes, Heft 19, Februar 1959

Pfeffert erbte von seinen Eltern das Haus Stadtplatz 20/22—Berggasse 35/37*" und das Schloß Engelseck. Seine Frau brachte ihm als Heiratsgut das Haus Stadtplatz 23—Ennskai 27 zu?' Hanns Adam Pfeffer! zu Piberbach starb am Sonntag Jnvocavit des Jahres 1598. In seinem Testamente hatte er der Stadt ein Legat von 1500 Gulden vermacht, aus welchem einem Studierenden Geldbeihilfen gewährt werden sollten. Er wurde in einem Grabe links vom Haupteingang des Taborfriedhofes beigesetzt. Der stark beschädigte Grabstein des Hanns Adam Pfefserl u. seines Bruders Christoph am Taborfciedhofe. Das Wappen der Pfeffer! steht auf der Spitze als Zeichen, daß mit den beiden der Mannesstamm der Familie erloschen war. Im selben Grabe liegt sein 1603 verstorbener Bruder. Ihre Erben, die Kinder ihrer Schwester Potentiana Händl, haben 1619 über der letzten Ruhestätte ein Marmorgrabmal mit einem auf der Spitze stehenden Pfefferlischen Wappen, als Zeichen, daß der Mannesstamm der Familie mit den beiden erloschen war, errichten lassen. Auf dem Epitaph war in lateinischer Sprache zu lesen-?- „Aspicis hos tumulos qui transis forte Viator, Quorum sinf quaeris? Corpora quaeque teganf? His duo germani fratres condunfur in Urnis, Antiquum nomen queis PIPERONIS erat. Austriacae Terrae, quondam duo Pignora clara, Et praeclarorum nobile par procerum. Concidit ac simul amborum Sfirps, Sfemma Genusque, Terra tenet Corpus, Spiritus asfra colif. Ah! quam Vita Nihil, tarn sunt fallacia Mundil Gaudia nam cuncta haec Symbola Mortis erunt, Nil adeoa aefernum est, nihil est, adeoque beatum, quod fugiat falces, Afropos atra, fuas. Hoc monumenta docenf: tibi dixi, perge Viator, Die Pace in Christo mobiler ossa cubent.” In sinngemäßer deutscher Übersetzung lautet der Spruch: „Zufällig gehst du vorbei und siehst diese Grabsfelle, Wandrer: Fragst du, wem sie gehört? Wer hier bestattet liegt? Unten in dieser Gruft wurden zwei Brüder bestattet, deutsch im Geblüt, im Stamm langeher Pfefferl genannt. Einstens für Österreich zwei Unterpfänder der Ehre und auch an Vornehmheit wohledlen Häuptern gleich, ging mit der beiden Tod ihre Ahnenreihe zu Ende. 67

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