Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

93 18 OG Lengau A/18/1 Ameisberg (Amesberg) A/18/1 Ameisberg: In einer Mulde, mitten im Ort, die Erdsubstruktion eines Sitzes, der Graben teilw. noch wasserführend, O. Ameisberg, KG. Oberehreneck; keine Beurkundung. Lage: 0,9 v.u., 13,1 v.r.u. (46). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Die Blattschnittkoordinaten verweisen auf das Areal nordöstlich der Ortschaft Ameisberg (KG Oberehreneck, GST-NR 243, usw.). Die postulierte Erdsubstruktion eines Sitzes, der Graben teilw. noch wasserführend ist hier aber nicht erkennbar. Die Lagebeschreibung verweist auf die Teichanlage, die sich im Weiler Ameisberg befindet (KG Oberehreneck, GST-NR 242, 241/1). Der Weiher steht aber nicht in Zusammenhang mit einem ehem. Edelsitz, sondern ist durch den hiesigen Steinbruchbetrieb entstanden. Auf den ehem. Steinbruch verweist auch das Anwesen vulgo Maurer im Steinbruch in Ameisberg 5. Bei der archäologischen Landesaufnahme des Bezirkes Braunau durch M. Pollak und A. Stelzl konnten keine Spuren eines Sitzes entdeckt werden. In der landeskundlichen Literatur (Karl Kamptner, Josef Reitinger, Fundberichte Österreichs) wird das Objekt nicht angeführt. Urkundliche Nennungen, die den Bestand eines Herrensitzes besichern könnten, fehlen. Der angebliche Sitz in Ameisberg muss daher als dubios taxiert werden. B. KAMPTNER 1911, 279 SCHIFFMANN 1935a, 25 POLLAK 1992, Fußnote 54, 218 C. D. 40120 KG Oberehreneck, GST-NR 243 40120 KG Oberehreneck, GST-NR 242, 241/1 (Teich) E. -6566,00 / 318340,00 -6587,56 / 318275,97 (Teich) F. Kein Adelssitz / Burgstelle / Wehranlage erkennbar A/18/2 Schanzgrabenlandl (Krenwald) A/18/2 Schanzen: Ebenfalls in der O. Ameisberg, KG. Oberehreneck, in der Nähe von 18/1, Reste von Linienwällen; keine Beurkundung. Lit.: Kamptner, Die Ortsgemeinde Lengau, S. 279. Lage: 1,0 v.u., 13,3 v.r.u. (46). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Nach einem Bericht des Regionalforschers Adi Falb dürften sich verschliffene Reste der kurbayerischen Schanzwerke im westlichen Teil des Krenwaldes, etwa zwischen den Ortschaften Ameisberg und Igelsberg, erhalten haben. B. KAMPTNER 1911, 27 u. 279 LITSCHEL 1968, 150 C. D. 40136 KG Utzweih, GST-NR 867/4, 867/5, 867/7, 867/9, 867/10, 867/39, 867/12 E. X -6297, Y 318204 (westlicher Punkt) X -5363, Y 318042 (östlicher Punk) F. Schanzwerk (verschliffen)

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