Oberösterreichische Weistümer

II. Urbaramt Weyer — Gaflenz (1532) 9 [15.] Es soll auch kainer den andern niht bei dem wandl 72^ . [id.] Es soll auch kainer den andern zu holz zu nachent schlachen, noch zu nachent pauen in den feldern mit rain und stain, noch dieselben außerhalb der obrigkait noch an ain beschau nit außgraben, bei dem fall der herrschaft 5 fl, dem ambtman 72 5 [J?.] Es sein auch alle gejaid verpotten. Wer dawider thät, fräfhch jaget— es wär zu holz oder feld —,ist der herrschaft5fl,dem ambtman 72^ verfallen. [18.] Es mag auch ain ieder urbarßman zu seiner heüslichen notdurft holz an den vörsstern nemen,doch [ist] den vorsstern ir gerechtigkait darumb lo zu thoun. [19)] Es soll auch kainer kain verpott thaun, es sei was das wöU, an des richter und ambtman wissen und willen. [20.] Es soll auch kainer kain püchssen, armbrost, noch änderst, dardurch das wiltprät gelaidiget oder verjagt werden möoht,[in] den holz oder 15 feld tragen, bei bennfall der herrschaft 5 fl, dem ambtman 72 .S». [21)] Es soll auch kainer kain verpotten wör, er ziech den über land, alß püchssn, armbrost, spieß, wurfhacken, pleikugln weder bei tag noch nacht nit tragen; penfall 6 ß 12 .5). [22.] Es soll auch alle kartenspill, würflspill, köglscheiben und 20 ander spülim urbar und andern •') der herrschaft enden verpoten sein; penn fall 60 ß 12 .S,c). [23.] Aller füerkauf oder haimlich kaufmanschaft ist verpotten, noch aussern lebten zu verhelfen; pennfall der herrschaft5fl, dem ambtman 72.S|. [24.] Es soll auch ain ieder koller oder kolfierer das koll ainem wasser- 25 geber ansagen und verröbischen.Wierdt er das änderst uberfaren,soll man das koll nit bezallen; penfall dem ambtman 72 .S). [25.] Es sollen auch die flezer von der Strub die fleß treulich an dem cassten in die lastat füeren. Am freitag soll der wierd eben besechen, das die lastat offen sei, damit die fleß mügen nach notturft gehofft werden. 30 [26.] Und wo ain flaß 16 halbmaß tregt, den sollen gueter knecht zwen füeren; tregt er aber mer, so sollen 3kneht füeren. Darumb ist in der lohn erhöchert worden, die fleß zu bewaren und in kain leiten nit hacken, es sei dann notturft, das sie die nacht erlangt; besonder verpotten, ain ieder bei nächtlicher weil an die lastatt nit zu füeren. Geschäch ain schad, ist der 35 flezer schultig zu bezallen penfall der herrschaft 5 fl, dem ambtman 72 .S|. [27.]Es soll auch kein burger oder urbarßman nicht holz schlachen im Hitgraben, Ursprung noch Eapoltdegckh an wissen der vorsster, so von der obrigkait zu Gärssten derzue gesezt sein; penfall der herrschaft 5 fl. [28.] Es soll auch ain ieder urbarßman, der verkauft oder auß der 40 herrschaft fort, zu abfert des 5 fl geben. Kauft er sich aber wider under die herrschaft an,so soll man im nach ainen zimlichen begnaden mit anleüt und abfart, wie dan der prauch pei gotßhauß Gärssten und der enten von alter herrkomen ist. [29.] Und ain ieder urbarßman, der habern in den cassten schitt, soll 45 den gekauften mezen geben; penfall 72 .5}. ") sein •>) und ander spill...andern ]damit man pfenning gewin und verleusst, verpotten bei ■=) enden verpoten . . . 12 A ] 5 fl, dem richter 60 3,.

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