Oberösterreich, 32. Jahrgang, Heft 3, 1982

seine Funktion bis heute bewahrt bzw. bedarf es sogar einer baldigen weiteren Steigerung seiner Kapazität als Zubringerweg und inter nationale Transitstrecke. Als Ausweichlinie wurde sogar die schmalspurige Steyrtaibahn für Schwertransporte verstärkt, wobei der Ab schnitt Sierning - Bad Hall, auf welchem der Betrieb schon 1933 eingestellt worden war, nunmehr, allerdings endgültig, aufgelassen und das Schienenmaterial für Heereszwecke nach dem Osten gebracht wurde. Zugleich mit der industriellen Expansion ent lang der alten Eisenstraße verlor der Ennsfluß selbst jedoch seine letzte Verkehrsaufgabe. Noch während des Krieges erfolgte die Vorbe reitung des Baues von Kraftwerksstufen, die sodann ab 1945 durch die Ennskraftwerke AG realisiert wurden und heute den einst wild schäumenden Gebirgsfluß in zehn Stauseen untergliedern, die keine Schleusen aufweisen und daher auch keine Flößerei mehr zulassen. Der Ausbau der Enns durch eine Kraftwerks kaskade ist zweifelsohne ein wesentlich grö ßerer Eingriff in die Umweit und das Land schaftsbild gewesen als etwa die Schaffung der Staustufen am Donaustrom. Unter dem Aspekt des wirtschaftlichen Wiederaufstieges Österreichs und damit auch der Rückgewin nung seiner politischen Freiheit und Selbstän digkeit war er jedoch notwendig und unab wendbar. Durch die in Gemeinschaft mit dem Land er folgte Einrichtung eines Enns-Schiffahrtsmuseums in Kastenreith bei Weyer haben die Ennskraftwerke eine Kulturtat gesetzt, die hohe Anerkennung und Beachtung verdient. Die Ortserneuerungen und umfassenden Re staurierungsmaßnahmen in Weyer und vielen anderen Orten sowie in der Stadt Steyr selbst, die sich zu ihrem 1000jährigen Stadtjubiläum in neuem Glanz zeigte und damit zu einem Anziehungspunkt für bewundernde Gäste aus STEYR-ERZEWQUNQ 1920-1Q46 '' 3^- Links: Tabellarische Darstellung der ,,Steyr-Erzeugung 1920-1946" Im Städtischen Museum (Innerberger-Stadel). Foto: Elfrlede Mejchar, Wien Rechts: öle gegenwärtige Industriesllhouette von Linz - Werksgelände der VOEST-Alplne AG. - Foto: Archiv OLV-Buchverlag 10

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