Das Salztransportamt am Stadl und seine Bedeutung für den oberösterreichischen Salzhandel

- 233 - Dieses leitet über zu einigen Häusern (Nr. 161, 166, 167), deren Namen in der Mappe infolge Beschädigung fehlen. Das letzte sichtbare Haus ist das Zillenschopperhaus (Nr. 159). An den Ufern sieht man viele Salzschiffe. Noch ein Bild (Beilage Nr. 24) ist zu betrachten. Es ist eine Ansicht von den Salz- und Schiffstadeln unmittelbar neben der Brü- cke und stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1790. Ein Bild ist in der Sammlung Albertina in Wie n 1 und eines be- findet sich im Besitz des Gemeindesekretärs von Stadl- Paura, Herrn Heitzinger. Wegen des lebhaften Treibens auf dem Wasser wurde in früheren Zeiten, jedenfalls noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, Stadl angeblich Klein-Venedig genannt. 2 Was die Anzahl der Häuser in den einzelnen Jahrhunderten be- trifft, sei erwähnt, dass 1727 die Schiffleute von allen Häu- sern in Stadl 157 in Besitz hatten. 3 Mitte des 18. Jhds. wa- ren insgesamt 225 Häuser in Stadl. (Siehe Beilage Nr. 25). 1785 besaß der Burgfried Stadl 246 Häuser, 4 1795 insge- samt 253 Häuser. 5 (Siehe ebenfalls Beilage Nr. 25). Ein Häu- serverzeichnis aus dem 19. Jhd. gibt für Stadl-Traun 140 und für Stadl-Hausruck 105 Häuser an, also zusammen 245. 6 3) Salz- und Schiffshütten. Die Schiffshütten und die Stadel zum Aufbewahren des Salzes waren in Stadl die wichtigsten Bauten. Es ist daher 1 Schraml, Salinenwesen II, Beilage IV. Die hier beigegebene Foto- graphie ist von dem Bild in Stadl-Paura. 2 Schultes II, S. 160; Gielge III, S. 113. 3 LStA 475 Nr. 10. 4 Hittmair, Klostersturm, S. 253. 5 LStA 475 Nr. 93. 6 LStA 476 Nr. 63.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2