Das Salztransportamt am Stadl und seine Bedeutung für den oberösterreichischen Salzhandel

- 1 - Erstes Kapitel. Das oberösterreichische Salzwesen. 1. Die Entwicklung des oberösterreichischen Salzberg- baues Zu allen Zeiten war das Salz für den Menschen ein wich- tiges und notwendiges Nahrungsmittel. Es ist daher ver- ständlich, dass schon in den frühesten Zeiten die Men- schen versuchten, dieses zu gewinnen. Bereits in den prä- historischen Zeiten lassen sich anhand von Funden Salzer- zeugungsstätten nachweisen. Auch in Oberösterreich wurde schon damals Salz gewonnen. Es war, so wie heute, Hallstatt der Mittelpunkt der Salzproduktion. Der prähisto- rische Salzbau in Hallstatt wurde in neuester Zeit beson- ders von Friedrich Norton erforscht und dargestellt . 1 Hall- statt war nämlich schon in sehr früher Zeit besiedelt wor- den. In der Jüngeren Steinzeit (4000-2000 v. Chr.) war die Frey- oder Dammwiese oberhalb von Hallstatt bekannt, wie Funde beweisen. Auch aus der Bronzezeit (2000-1100 v. Chr.) besitzen wir Funde. In der Eisenzeit wurde Hallstatt dann Kulturmittelpunkt und gab deren ersten Teil den Na- men (Hallstattzeit: 800-400 v. Chr.) Die Ausgrabungen ha- ben 1846 begonnen und besonders in den letzten Jahr- zehnten umfangreiches Material zutage gebracht. Die Gra- bungen können heute noch nicht als abgeschlossen be- trachtet werden. Damals wurde der Salzbergbau in der Weise betrieben, dass man mit bronzenen Lappenpickeln schräge Stollen in den Berg trieb und Steinsalz (sogenann- ten Salzkern) mittels Fellbutten, Ledersäcken und 1 Norton F.: Hallstatt, Wien 1941. Derselbe: Wirtschaftsraum Hall- statt, Berlin 1934.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2