Amtsblatt 1901/44 der k.k. Bezirkshauptmannschaft Steyr

Z. 13.832, 13.834, 13.835, 13.836 u. 13.837. Steyr, 28. October 1901. An alle Gemeinde=Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten=Commanden. Ausforschung Stellungspflichtiger. Georg Valigura, geboren in Budapest am 26. September 1880, zuständig nach Neu=Hrozenban, Bez Wall.=Messeritsch 2. Johann Sirsch, geboren in Sternberg am 23. November 1880 zuständig nach Döhle, Bezirk Sternberg. 3. Albert Winkler, geboren in Wien am 24. No¬ vember 1880, zuständig nach Sterberg. Alois Blaschke, geboren in Sternberg am 23. August 1879 und dahin zuständig. 5. Franz Robert Anton Ankersdorfer, geboren in Wien am 3. December 1880, zuständig nach Althütten, Bezirk Sternberg. Ueber ein positives Ergebnis dieser Nachforschungen ist bis 25. December 1901 zu berichten. Steyr, 28. October 1901. Z. 13.833 u. 13.838. An sämmtliche Gemeinde Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten-Commanden. Ausforschung des am 2. Juli 1882 in Wien geborenen, nach Znaim zuständigen, landsturmpflichtigen Karl Jedlicka, Sohnes der Marie Jedlicka, und des am 15. September 1882 in Pratze, Bezirk Wischan geborenen und dahin zuständigen Karl Malik. Ueber ein positives Ergebnis dieser Nachforschungen ist bis 25. December 1901 zu berichten. Z. 13.792 u. 13.793. Steyr, 26. October 1901. An alle Gemeinde Vorstehungen und die k. k. Gendarmerieposten-Commanden. Ausforschung Militärtaxpflichtiger. Melichar Binder, geboren 1869, Sohn des Anton und der Josef Binder. Derselbe ist mittelgroß, stark, hat gesunde Gesichts¬ farbe, längliches Gesicht, kastanienbraune Haare und Brauen, gewöhnliche Nase, breiten Mund, gesunde Zähne, braunen Vollbart, ovales Kinn, ist ohne besonderes Kennzeichen, sprich deutsch und czechisch, und war ländlich gekleidet. 2. Josef Blaha, geboren 1872, aus Mezibok, Sohn des Josef und der Katharina Blaha. Derselbe ist groß, stark, hat längliches Gesicht, schwarze Haare und Brauen, schwarze Augen, längliche Nase, ge¬ sunde Zähne, ist mit Leistenbruch behaftet, und trägt ge wöhnliche Kleidung 3. Johann Hympan, geboren 1875, aus Rossoh, Sohn des Ignaz und der Theresia Hympan; Persons¬ beschreibung konnte nicht beigebracht werden. 4. Franz Spacek, geboren 1875, aus Straschkau Sohn des Johann und der Antonia Spacek, und des am 13. März 1875 in Wien geborenen, nach Lundenburg zu¬ ständigen Sigmund Weiß, Sohn des Moriz und der Regine Weiß, geborenen Weinwurm. Im Falle eines positiven Ergebnisses der Nachforschungen ist bis spätetens 10. December 1901 anher zu berichten. Z. 13.695. Steyr, 24. October 1901. An alle Gemeinde Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten-Commanden. Ausforschung des im Jahre 1873 geborenen, nach Holitz zuständigen, militärtaxpflichtigen Anton Melkus. Ueber ein positives Ergebnis der Nachforschungen ist bis 10. December l. J. zu berichten. Z. 1189/B.=Sch.=R. Steyr, 23 October 1901 An sämmtliche Schulleitungen. Der k. k. Landesschulrath hat mit dem Erlasse vom 11. October l. J., Z. 3924, Folgendes anher eröffnet: „Laut Zuschrift des Bezirksschulrathes in Wien vom 4. October d. J., Z. 9135, wurde die Eröffnung der für die Zeit vom 1. October bis 5. November d. J. pro¬ jectierten Instructionscurse für Lehrer zur Heilung des Sprachfehlers stotternder Kinder durch verschiedene Ursachen behindert, weshalb nach dem im kurzen Wege mit dem k. k. n.=ö. Landesschulrathe gepflogenen Einvernehmen eine Ver¬ schiebung derselben auf einen späteren Termin zu veran¬ lassen ist. Demzufolge werden in der Zeit vom 15. Fe¬ bruar bis 23. März 1902 an vier öffentlichen Volksschulen in Wien in von der Gemeinde Wien zur Verfügung ge¬ stellten Localitäten Heilcurse für stotternde Schulkinder von Volksschullehrern abgehalten werden. In diesen wird die Heilung des obbezeichneten Sprachgebrechens nach der be¬ währten Methode des Professors Léon Berquand durch dessen unmittelbare Schüler mittels alleiniger Anwendung pädago¬ gischer Maßnahmen und Sprachübungen durchgeführt und es könnten auch mit Zustimmung des hohen k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht, sowie des hochlöblichen k. k. n.=ö. Landesschulrathes mehrere an Volksschulen der öster¬ reichischen Kronländer angestellte Lehrer an diesen Cursen behufs Erwerbung der Kenntnis dieser Methode und Ein¬ führung in deren praktischen Betrieb unentgeltlich theil¬ nehmen. Lehrer, welche an diesen Instructionscursen sich zu betheiligen gedenken, müssten sich zur Anwesenheit während der ganzen fünfwöchentlichen Dauer des von ihnen zu be¬ suchenden Curses verpflichten, weil nur in diesem Falle ein vollkommenes Eindringen in das Wesen der angewendeten Methode möglich ist und die Befähigung zu deren richtiger Anwendung gewonnen werden kann. (Nur in besonders be rücksichtigenswerten Fällen könnte eine vierwöchentliche Theil¬ nahme an einem solchen Curse Nachsicht der Anwesenheit zugestanden werden. während der letzten Curswoche

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2