Gemeinderatsprotokoll vom 16. Juli 1930

hoher Betrag) vorzusehen. Die "Geste" würde also somit in die Lage versetzt, ihren wenn auch nunmehr so beschränkten Geschäftsbetrieb so zu sagen neu und was ihr bis jetzt noch niemals passiert ist, mit einem angemessenen Reinvermögen ausgestattet beginnen zu können. Das Reinvermögen zeigt die Höhe der Anlagewerte, also S 28.000.-; ausserdem steht der "Geste" dann noch die Debitorenreserve von 10.000 S zur Verfügung, für die restliche Betriebsaktiva per 61.000 S hat die "Geste" Kreditoren zu übernehmen. Alle anderen Aktiva und Passiva, also alles was der Holzwarenerzeugung und den Autobetrieben angehört, ist von der emeinde zu übernehmen; von den Passiven gehören dazu insbesondere die Schulden an die Sparkasse Steyr und Spar- u. Kreditkasse Linz. Der Uebernahmetermin wird zweckmäs sig mit dem 1. Jänner 1930 festgesetzt. Die Aktiva müssen bestmöglichst veräussert und zur Abdeckung der Passiva verwendet werden. Welcher Erfolg bei der Veräusserung erzielt wird, lässt sich gegenwärtig auch nicht annähernd sagen. Dass wir nicht erwarten können, den Buchwert zu erhalten, ist bei jeder Liquidation selbstverständlich. wegen der Wichtigkeit der Sache werde ich aber beantragen, mit der Veräusserung ein eigens zu diesem Zweck gewähltes Komitee des Gemeinderates, das aus dem Bürgermeister als Vorsitzenden und 2 Mitgliedern besteht, zu betrauen. Jetzt in der vertraulichen Sitzung kann ich Andeutungen, die ich bezüglich der Verlustquellen des Autobusbetriebes in der öffentlichen Sitzung gemacht habe, näher ausführen. Eine der wesentlichen Ursachen des schlechten Betriebsergebnisses der Autobusse sind die unverhältnismässig hohen Kosten, die der Betrieb der Steyr-Autobusse erfordert. Sie erstrecken sich nicht nur auf die hohen Reparaturen, die im Jahre 1929 z.B. 33.500 s das ist mehr als das Doppelte der bei Autobussen anzusetzenden Reparaturskosten betrugen, sondern auch auf einen ganz bedeutenden Mehrverbrauch an Benzin und Oel. Die Betriebsleitung der "Geste"

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