Ratsprotokoll vom 22. Februar 1918

Hinblicke darauf, als es unbillig erscheine, dem Primarius eine Entlohnung aus seinen bezüglichen Arbeiten und Lei- stungen vorzuenthalten. Hinsichtlich der Einhebung der an die Stadtkasse abzufüh- renden Gebühr von 15 % von den Eingängen auf der Privat- abteilung wolle verfügt werden, dass diese Gebühr gleich- zeitig mit den sonstigen Zahlungen vom Amte eingehoben wer- den. Über den dabei einzuhaltenden Vorgang möge ein grund- sätzliches Einvernehmen mit dem Primarius getroffen werden. Der Sektionsantrag wird vom Gemeinderate einstimmig an- genommen. II. Verleihung der ausgeschriebenen Beamtenstelle für die städt. Arbeitsvermittlungsstelle. Herr Referent Bürgermeister Gschaider berichtet, dass 19 Bewerbungsgesuche eingelangt seien und verliest über Wunsch des Herrn G.R. Wokral die Liste der Bewerber und stellt nach Begründung der Beschlussfassung der I. Sektion den Sektionsantrag: Die Sektion beantragt, es wolle die ausge- schriebene Stelle dem Bewerber Rudolf Roitner, nach den Be- dingungen der Ausschreibung verliehen werden, da Roitner insbesondere mit Rücksicht auf seine bisherige Verwendung in Diensten der Stadt gemeinde Wels als der voraussichtlich ge- eigneteste Kompetent erscheint . Die Sektion regt an,es wolle Roitner vor Beginn der Tätigkeit der neu geschaffenen Stelle für einige Wochen zur Linzer Arbeitsvermittlungsstelle ent- sendet werden, um sich dort die erforderlichen praktischen Kenntnisse zu erwerben. Der Herr Bürgermeister möge ersucht werden, sich diesfalls mit der Stadtgemeinde Linz ins Ein- vernehmen zu setzen. Herr GR. Kirchberger fragt an, ob die Stelle sogleich defi- nitiv oder nur provisorisch verliehen wird, worauf Herr Referent erwidert, dass die Besetzung für ein Jahr proviso- risch erfolge.

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