Ratsprotokoll vom 22. November 1878

Beschlußfaßung des Gemeinderathes, heute handle es sich nur darum, ob der Gemeinderat überhaupt zur Einführung der neuen Häusernumerirung entschlossen sei. G.R. Holub glaubt, daß mit der Annahme des Sections-Antrages der vorjährige Beschluß des Gemeinderates umgestossen wurde; damals habe man nemlich beschlossen, es sollen vorerst vom Amte alle Vorarbeiten durchgeführt mit diese dem Gemeinderate vorgelegt werden, welcher dann erst über die ganze Frage schlüssig werden würde. G.R. Ploberger bemerkt, daß überhaupt kein Bedürfnis nach einer Neu-Nummerirung vorhanden sei, wogegen der Vorsitzende konstatirt, daß vielmehr ein sehr dringendes Bedürfnis hienach bestehe, nachdem die gegenwärtige Nummerirung, wo die auf einander folgenden Nummern oft in ganz verschiedenen Stadttheilen liegen, mit den höchsten Unzukömmlichkeiten verbunden sei und insbesonders auch für fremde jede Orientirung unmöglich mache. Selbst kleinere Städte als Steyr hätten diese Neunumerirung durchgeführt und sei diese keine Modesache, sondern ein Gegenstand, der auch nützlich und ersprießliche Folgen mit sich führe. Die Frage des Vice-Bürgermeisters Gschaider, ob man die Hausherren zur Selbstanschaffung der neuen Tafeln für ihre Häuser verpflichten könne,

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