Ratsprotokoll vom 21. Dezember 1877

G.R. Franz von Jaeger ein Dringlichkeits Antrag gestellt worden sei, es seien die Verzehrungssteuer-Zuschläge für die Wirthe und Fleischhauer auch zu erhöhen; dagegen habe er sich damals verwahrt und habe bemerkt, hierum würden sich die Arbeiter auch annehmen, weil damals die Erhöhung vom Gemeinderate ausgegangen wäre. Heute verhalte sich die Sache aber ganz anders. Heute sei es nicht der Gemeinderat, welcher diese Erhöhung verlange, sondern der Landes-Ausschuss, welcher die Gleichstellung zwischen diesen Kategorien der Verzehrungssteuerpflichtigen wünsche. G.R. Ploberger erklärt, er sei selbst Wirth und Fleischhauer und zwar einer der höchstbesteuerten; ihn treffe daher die beantragte Erhöhung unter den Geschäftsleuten am allermeisten. Aber hier spreche er als Gemeinderat und als solcher liege ihm das Wohl seiner Mitbürger vor allem am Herzen, weil er gewählt worden, um ihr Interesse zu vertreten. Der Besitzer eines verschuldeten Hauses müsse trachten, zum Abzalen zu kommen; wie käme die Gemeinde mit einem Schuldenstande von 400000 fl dazu, ihre Einnahmen zu verkürzen? Die Bräuer würden, wenn

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