Heimat-Büchlein von Ternberg

43 Ennstales", mit seiner zerfallenden Burg zu Häupten und dem steilgiebeligen Schieferstein im Hintergrund lohnt wohl eine Wanderung am meisten. Und so gäbe es noch vieles aufzuzühlen! Die Enns wurde in neuerer Zeit für den aufkommenden Faltbootsport entdeckt. Wo früher das alte „Weyrerschiff" seinen Kiel zog, schneiden heute neben langstämmigen Flößen schlanke Kajaks die schaumkronigen Wellen. Die Enns ist zur Zeit noch ein ziemlich unbekanntes Wildwasser. Wer aber einmal die kühne, gefahrenreiche Fahrt gemacht, den zieht es zu dem ungebändigten Fluß zurück, der wohl an Fülle von Schwierigkeiten und Naturschönheiten kaum seinesgleichen hat. In diesem Rahmen sei auch einiges über das Vereins ­ wesen gesagt, soweit es für den Fremdenverkehr in Be ­ tracht kommt. Es sind dies der Musikverein, der Männer ­ gesangverein „Sängerlust" und der Verschönerungsverein. Seit 1865 besteht in Ternberg ein Musikverein. Er be ­ sitzt nicht bloß eine Anzahl guter Instrumente, sondern auch einen ansehnlichen Notenschatz. So kann er allen musikali ­ schen Anforderungen eines aufstrebenden Ortes gerecht werden. Außer den programmüßigen Aufführungen ist der Verein jederzeit bestrebt, bei kirchlichen und anderen Fest ­ lichkeiten nach besten Kräften mitzuwirken. Auch die im Sommer eingeführten Platzmusiken erfreuen sich bei Fremden und Einheimischen großer Beliebtheit. Eine ziem ­ liche Schar von Gönnern und Freunden trägt zur geld ­ lichen Unterstützung des Vereines bei. Dadurch werden die Bestrebungen des unermüdlichen derzeitigen Vereins ­ vorstandes Gendarmerie-Revierinspektor Herrn Valentin Böhm, der die Vereinsleitung nach dem Ableben meines Vaters übernommen hat und selbst ein Musikgenie ist, bestens gefördert. Die Stelle des Kapellmeisters hat derzeit der Steuerbeamte Herr Alois Radlgruber inne. An ­ erkennend sei hier vermerkt, daß Herr Inspektor Böhm ein Streichorchester imter seiner persönlichen Leitung zusammen ­ stellte und die Früchte hievon schon allgemeine Freude auslösten. Die Feuerwehrmusik in Trattenbach, gegründet im Jahre 1923, steht unter der bewährten Leitung des Ka ­ pellmeisters Hans P i m s l. Die Anregung, einen Männergesangverein ins Leben zu rufen, geht ins Jahr 1923 zurück. Die wirkliche Gründung aber erfolgte erst zu Weihnachten 1926. Schon

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