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1963 hatte er das höchste Amt im Staate bis zu seinem Tod am 28. Februar 1965 inne. Der Gemeinderat der Stadt Steyr beschloß seine Ehrenbürgerschaft am 5. Dezember 1961 »in dankbarer Würdigung seiner Verdienste um die Wiedererlangung der Freiheit Österreichs und in Anerkennung seines Wirkens für die demokratische Entwicklung der österreichischen Bundesrepublik«. Sein Bild findet sich auf den Marken Österreichs mit den Michel-Nr. 1075 und 1177. Dr. h.c. Franz JONAS · A Franz Jonas wurde am 4. OktoFRANZ 'W üONAS ber 1899 in Wien geboren . Der gelernte Schriftsetzer stieß bereits in seiner Jugend zur sozial - demokratischen Bewegung und begann seinen politischen Aufstieg , welcher ihn bis zum höchsten Amt im Staate nach dem zweiten Weltkrieg führte . 1951 wurde er Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien RE PUBLIK und übte diese Funktion bis OSTE RREI CH zum Jahre 1965 aus. Als solcher ' '""' .. '"'" war er langjähriger Vorsitzender des Osterreichischen Städtebundes. 1952/53 war er Mitglied des Bundesrates und gehörte von 1953 bis 1965 dem Nationalrat an. Nach dem Tod von Bundespräsident Dr. Schärf stellte er sich 1965 dem österreichischen Vol - ke zur Wahl als Bundespräsident und übte nach seiner Wiederwahl dieses Amt bis zu seinem Tode aus. Er verstarb am 24. April 1974. Der Gemeinderat der Stadt Steyr verlieh ihm die Ehrenbürgerschaft am 16. Mai 1968 »in Anerkennung seiner Verdienste als Vorsitzender des Österreichischen Städtebundes um den Wiederaufbau der österreich . Städte, im besonderen jedoch der Stadt Steyr und in Würdigung seines Wirkens als Staatsoberhaupt um die demokratische Einheit der österreichischen Bundesrepublik«. 92 Sein Porträt finden wir auf den Marken Österreichs mit den Michel-Nr. 1315 und 1458. Bundespräsident Franz Jonas trat aber auch als Ent - weder österreichischer Briefmarken in Erscheinung (Michel-Nr. 1196, 1273 und 1274). Franz SCHUBERT Als Franz Schubert am 19. November 1828 in Wien als Einunddreißigjähriger verstarb, hinterließ er der Nachwelt ein gewaltiges musikalisches Erbe. Neun Symphonien , Opern, Singspie le, zwei Stabat Mater, 14 Streichquartette, das berühmte Forellenqu intet t, zahlreiche Klavierkompositionen und zahlreiche Chorwerke zeugen für sein rastloses Schaffen . Seine größte Bedeutung liegt jedoch in seinen Liederkompositionen , die ihm den Beinamen »Liederfürst« eingetragen haben. Mit über 600 Liedern der verschiedensten Formen gilt er als der Schöpfer des neuen deutschen Liedes. Sein musikalisches Talent offenbarte sich bereits sehr früh. Schon 1808 als Chorknabe war er erster Violinist im Internatsorchester und studierte Kompositionslehre bei Salieri. Mit Hilfe seiner Freunde war es ihm möglich, sich fast ausschließlich der Musik und Komposition zu widmen , und dieser Freundeskreis stammte zu einem großen Teil aus Oberösterreich oder hatte zumindest eine gemeinsame Jugend im Stiftsgymnasium Kremsmünster verbracht. Unter ihnen befanden sich auch mehrere Steyrer, die sein weiteres Leben nachhaltig beeinflußten. Im Jahre 1814 lernte er den Steyrer Dichter und Buchzensor Johann Mayrhofer kennen. Diese beiden Männer verband eine langjährige Freundschaft und Schubert vertonte zahlreiche Dichtungen seines Freundes. Schubert mußte vorerst seine Lieder immer selbst singen und suchte nach einem Interpreten seiner Kornpo-

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