Kritische Anmerkungen zum Historisch-topographischen Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze OÖ

114 A/24/5 Waasen A/24/5 Waasen: Von dem abgetragenen Wasserschloß Waasen, O. und KG. Waasen, blieb nur die vom Teich umfangene Erdsubstruktion übrig. 1378 verpfändete Zachreis der Haderer das „haws zum Wasen“ dem Vlrich Granns; 1417 VIII.15. Mathews der Granns zum Wasen. Quellen: oöLA, Dipl. XVII/5170 und Alhartspekch-Urkunden Nr. 8. Lit.: Wening, Churbayr. Landbeschr., S. 34; Grüll, Innviertel, S. 188. Lage: 10,1 v.o., 12,7 v.li.o. (46). (Originaler Datensatz von N. Grabherr). A. Nach der Darstellung des bayerischen Hofkupferstechers Michael Wening (publ. 1721) war Waasen eine zweiteilige Wasserburg. Die Hauptburg bestand aus einem dreigeschoßigen „Festen Haus“, das ein hohes Krüppelwalmdach und eine Gaupe aufwies. Der Zugang zur Insel wurde durch eine Holzbrücke ermöglicht, die von der Vorburg zu einer einfachen Toranlage führte. Die nördlich vorgelagerte Vorburg, die später in dem Anwesen vulgo Hofbauer (Hofbau) aufgehen sollte, bestand aus einem wehrhaften Vorwerk mit einem einfachen Turm. Im Jahre 1878 wurde das ruinöse Wasserschloss gesprengt und bis Mitte der 1880er Jahre völlig abgetragen; die Teichanlagen wurden sodann trocken gelegt. Die Lagestelle befand sich in der Wiesenfläche südlich des Hofbauerngutes. Aufgrund der Umwidmung des Areals in Bauland wurde eine archäologische Untersuchung initiiert, die unter der Leitung von Wolfgang Klimesch (Archeonova) durchgeführt wurde. Bei dieser Sondierung konnten jedoch keinerlei Rudimente des Schlosses mehr verifiziert werden. Die ab 1878 durchgeführte Demolierung dürfte daher sehr 'effizient' gewesen sein. Auch das Hofbauerngut in Waasen 9 wurde zwischenzeitlich demoliert, auf seiner Lagestelle erhebt sich heute eine moderne Villa. Ein Modell des Schlosses, das dem Kupferstich von Michael Wening sowie einer Zeichnung von Hugo v. Preen folgt, ist im Gemeindeamt von Moosbach ausgestellt. Anmerkung: Norbert Grabherr behauptet, dass die „vom Teich umfangene Erdsubstruktion“ bei der Erstellung des Handbuches noch vorhanden gewesen sei. In dem Historischen Orthofoto von 1975, das im DORIS veröffentlicht wurde, ist deutlich zu erkennen, dass zu diesem Zeitpunkt weder Teich noch Erdsubstruktion vorhanden waren. B. TETTINEK 1865, 58 SCHIFFMANN 1935b, 501 GRÜLL 1964, Nr. 133, 188 REITINGER 1968, 302 FÖ 9, 1966/70, 39 POLLAK 1992, Nr. 216, 250 MAIER 2009, 31ff. DEHIO 2020, 597 C. WENING 1721 D. 40226 KG Waasen, GST-NR 435/1 - 8, (nahe) Schloßgasse 10 E. X -12248, Y 340607 F. Nicht mehr erhaltener Adelssitz / Burgstelle / Wehranlage A/24/6 Schacha (Schacha – Waasen) A/24/6 Schacha: Der Sitz Schacha befand sich in der O. Schacha, KG. Waasen, konnte aber nicht lokalisiert werden. 1779 zu Schacha ein Sitz mit 6 Häusern in Mosbacher Pfarr gelegen, dem Grafen Haßlang gehörig (nicht ident mit 38/5). Quelle: oöLA, Trauner, Ortsverzeichnis des Innviertels, NE, Hs 177. Lage: 10,4 v.o., 14,0 v.li.o. (46). (Originaler Datensatz von N. Grabherr).

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