Für Österreichs Freiheit und Recht

auf den ersten Blick vielleicht ab und zu erscheinen mag. Es kann daher meiner Auffassung nach auch für allgemeine und beson¬ dere Organisationsmaßnahmen, zum Beispiel Kartellbildungen, keine schematische und einheit¬ liche Regelung geben. Es wird vielmehr in jedem einzelnen Fall darauf ankommen, Begründung und Zusammenhang zu unter¬ suchen. Schädlingsbekämpfung wird auf jedem Gebiet auf Unter¬ stützung rechnen können. (Beifall.) Nur darf es sich hiebei nicht um eine wirkliche oder vermeintliche Schädigung von bloßen Einzelinteressen handeln, sondern muß die Bedachtnahme auf das Gemeinwohl ausschlag¬ gebend sein, ohne welche es im christlichen Stände¬ staat keine volkswirtschaftliche Erwägung grund¬ sätzlicher Natur geben kann. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Geistige und materielle Wehrkraft Aber nicht nur die möglichst günstige wirtschaftliche Entwicklung bleibt Gegenstand unserer Sorge. Zum Bestand und zur Sicherung des neuen Österreich bleiben noch weitere Voraussetzungen zu schaffen. Wir sind verpflichtet, Vorsorge zu treffen für die geistige und materielle Wehrkraftunseres Volkes. Für die geistige Wehrkraft vorzusorgen, ist Aufgabe der Schule, und zwar kann es hier kein Privilegium geben, das be¬ stimmte Schultypen, seien es auch die Hochschulen, ausnimmt. (Lebhafte Zustimmung.) Die österreichische Schule darf diese Bezeichnung nicht nur dem Namen nach tragen, sondern diese Bezeichnung „österreichische Schule“ muß auch ihrem Geist entsprechen. (Lebhafte Zustimmung.) Die Vor¬ bereitungen für eine gesetzliche Regelung auf diesem Gebiet sind ge¬ troffen. Insbesondere muß außer jeden Zweifel gestellt sein, daß es ein Bildungsprivileg, das einen Freibrief gäbe für Handlungen und Stellungnahmen gegen das Vaterland, nicht geben darf. (Stürmi¬ scher, anhaltender Beifall und Händeklatschen.) In Ergänzung der Schule wird es Aufgabe der vater¬ ländischen Jugendführung sein, auch ihrerseits in Zusam¬ menarbeit mit den Kräften der Schule dafür zu sorgen, daß die geistige Wehrkraft der jungen Generation bereit¬ gestellt und mobilisiert werde. Die materiellen Voraus¬ setzungen der Wehrkraft zu schaffen, bedeutet die Obsorge in erster Linie für den Ausbau der Wehrmacht unseres Staates. Die Offent¬ lichkeit weiß, daß Österreich den Anspruch auf volle Gleichberechtigung angemel det hat. 11

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