Die mittelalterlichen Stiftsurbare des Erzherzogtums Österreich ob der Enns I

16. Fischdienst. 169 [Fol. 52 a] Vermerkcht ain Ordnung, was undwievil ünnsers gotshaus zu Lam¬ bach vischer auff der Traun, Äger und Albm, es seinn fertvischer oder stekchwaider, all frejtag und an anndern panyastegen und auch zu anndern zeyten nach gewonhait des gotshaus für ainen dinst von vischen dienn und raichen sullen. [Fertvischer.] Von erst: wann sy lautter äsch dienn wellen und die gehaben mügen, so sullen sy zu ainem dinst dienn drey äsch oder aber an stat ains asch fünff eschling oder vörhen, pärbm, allten hüchling, dy so gross seinn,a als ainer gewachsner eschling. Item wann sy lautter mettemling dienn wellen und die gehaben mügen, der selben sullen sy zu ainem dinst dienn sechs oder für ainen mettemling 2 eschling oder 2 vörhen oder 2 pärbm oder 2 ältling oder 2 hüchling, die ebmgleich seinn ainem mettemling. Item wann sy lautter eschling dienn wellen, so sullen sy zu ainem dinst geben 14 eschling oder auff das mynnst 12 wolgewagsen eschling oder aber an stat ains eschling ain vörhen oder ain pärbel oder ain ältling oder ain hüchling, die so gross sein yegleicher als ain gewachsner eschling oder aber für ainn eschling 8 may eschling oder 10 sprentzling. Item wann sy aber lautter may eschling dienn wellen und die gehaben mügen, wann dieselben may eschling noch so klain weren, so sullen sy für ainen dinst geben 80 may esch¬ ling. Weren si aber wolgewachsen, so sullen sy dann zu ainem dinst geben 72 may eschling. Wär aber, das sy nicht lautter may eschling dienn oder ze geben hietten oder möchten, dann so sullen sy annder gewagsen visch zue legen in massen als obm begriffen ist. Item wann sy aber lautter sprentzling dienn wellen und die gehaben mügen, so sullen sy zu ainem dinst geben und dienn 4 sol. sprentzling. Ob sy aber der sprentzling so vil nicht gehaben möchten, so sullen sy dann annder gewagsen visch zu legen in massen, als oben begriffen und bestimbt ist. Item es sol auch durch dy daygen vischer oder ir anwält und kneclit yetz obmbestimbt nun hinfür chains klains pärbel oder vörhel, ältel oder huechlingel, das ainem eschling in gross nicht gleich ist, zu dem dienst nicht zue gelegt werden. Item bey den vorverschriben dinsten ist zu merkchen, wann dy vischer ainn vischdinst bringen, es sey von waslay vischen das sey, derselb sol so gross sein, das ain keiner damit 12 oder doch 10 brüeder in das refent woll gespeysen müg, und sol ainem brueder raichen und geben zwai gleiche stukch visch. [Fol. 52b] Von den stekchwaidern. Item ain yeder stekchwaider, der ain gantze vischwaid hat, der sol albeg über viert¬ zehen tag ain halbs achtail visch wol gemessen dienn. In der vassten aber sol er alle Wochen dienn ain halbs achtail visch. Item ain yeder stekchwaider, der ain halbe vischwaid hat, der sol albeg über vier wochen ain halbs achtail visch wol gemessen dienn. In der vassten aber sol er über viert¬ zehen tag ain halbs achtail visch dienn. a Über dem Folgenden steht von gleicher Hand das sy ains eschling werd seinn.

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