ÖKO-L 1987/4

Denkmälern im Eisenerzer Raum - um nur zwei weitere Angelpunkte zu nennen - einzufügen. Historisch gesehen fügt sich eines nahtlos ins andere ; als Naturwunder steht das Hintergebirge ohne Zweifel gleichberechtigt neben den Felsburgen des Gesäuses oder den Waldbergen an der Salza. Verschiedene Förderungen, zum Beispiel Sonderförderungen des Bundes für eigenständige Regionalentwicklung unterstützen Einzelprojekte im Sinne einer Fremdenverkehrsregion „Eisenstraße" . Die Initiative davon muß von den Menschen ausgehen, die hier zu Hause sind - wie man selbst die Ärmel SEMINARE Die ARGE Hintergebirge wird nun in Zusammenarbeit mit dem Eisenwurzen-Verein auch einen Vorstoß in die Bewußtseins- und Bildungsarbeit unternehmen: Geplant sind sogenannte „Kompaktseminare", die nicht nur den ökologischen Weg für dieses Gebiet aufzeigen wollen , sondern auch die Probleme und Zukunftsvisionen engagierter Leute aus dieser Region (Bauern , Gewerbetreibende) einem aufgeschlossenen Publikum näherbringen sollen. Themenbereiche: angepaßte und eigenständige Wirtschaftsentwicklung (Handwerk , Gewerbe, Ene~gie), Landwirtschaft, Tourismus und Okologie. EXKURSIONEN Für Interessierte steht ab sofort ein flexibles Wanderprogramm für angemeldete Gruppen zur Verfügung: Engagierte Wanderführer erstellen nach Absprache ein den Interessen der Gruppenmitglieder entsprechendes ein- oder zweitägiges Exkursionsprogramm ins Reichraminger Hintergebirge (naturkundliche und kulturhistorische Rad- und Fußwanderung mit anschließendem Informationsprogramm). Kosten: Ausgaben für Verpflegung und evtl. Nächtigung; für Koordination und Führung: Klubbeitrag (für diese Aktionen wird beim Eisenwurzen-Verein ein Klub „Freunde des Hintergebirges" gegründet) oder freiwillige Spenden. Anruf bzw. schriftliche Verständigung genügt, wir organisieren eine für Sie maßgeschneiderte Exkursion: Eisenwurzen-Verein, 4400 Steyr, Rooseveltstraße 10, Tel. 0 72 52/65 7 76. 14 aufkrempelt, um eigene Ideen im Dienst der Allgemeinheit selbst zu verwirklichen, haben - neben anderen Beispielen - nicht zuletzt auch die Hintergebirgsfreunde gezeigt! Literatur: ARGE HI NTERGEBIRGE (Hrsg.), 1983 : Konzept für Naturschutz und mäßige Erschließung des Reichraminger Hintergebirges . In Zusammenarbeit mit dem Österr. Alpenverein , Sektionen Steyr und Großraming, und der Weidegenosse nscha ft Großraming. BM f. HANDEL, G EWERBE u. INDUSTRI E (Hrsg.), 1986: Energieberi cht 1986 der österr. Bundesregierung, Wien. BUNDES LASTVERTEILER (Hrsg.) , 1986: Bundess tatis tik der Ös terr. Elektrizitätswirtscha ft , Betriebss ta tis tik 1985 . I. A. d . BM f. Handel, Gewerbe und Industrie, Wien. ENNSKRA FTWERK E AG, 1982/ 1983: Projektinformation über die Kraftwerksgruppe Reichraming. INST. f. RAUMORDNUNG u. UMWELTGESTALTUNG (Hrsg.), 1986: Energiekonzept Oberösterreich. I. A. d. oö. Landesregierung, Linz. SCHERZINGER , W ., 1984: ,,Hinter Berg und tiefem Tal . . ." - Nationa lparkgründung zur Verhinderung eines Kraftwerkes im Hintergebirge? ÖKO·L, 6 . Jg. , H . 4 : 23- 27, Linz. WOLKI NG ER , F . et. al. , 1984: Touristischökologisches Gutachten . Institut für Umweltwissenscha ften und Naturschutz der ös terr. Akademie der Wissenschaften i. A. des ÖNB und der Oö. Landesregierung, Graz. ZUKRIGL, K. u. G. SCHLAGER, 1984: Die Wä lder im Reichraminger Hintergebirge. ÖKO·L, Jg. 6, H . 4: 15- 23 , Linz. BUCHTIPS ~---U_M_W_E_LT_S_C_H_U_TZ___ ~I [ ____ B_I_L_D_A_T_L_A_S___ ~ Reinhold CHRISTI AN : Reine Luft zum Atmen für Mensch, T ier und Pflanze. 47 Seiten , Fo rmat DIN A4, Vervielfältigung geleimt, Preis: S 30.-. Wi en: Österr. G esellschaft für Öko logi e (Hrsg.) , 1987. Bezugsadresse : Hetzendorferstraße 131 , 1120 Wien . Um erstaunliche 40 Prozent könnten die Luftschads to ffe „Stickoxide" und „ Kohle nwasse rs to ffe" innerhalb von vier Jahren, um sensa ti onelle 75 Prozent in zehn bis zwölf Ja hre n verringert werden , wenn die österreichi sche Umweltpo liti k vom Streit um punktuelle Einzelmaßnahmen endlich zu einem koordinierten vernetzten Handeln fände . D as ist das Hauptergebnis der neues ten Studie der Österr. Gesell schaft für Ökologie. Das Neue am vorgesch lagene n Weg liegt nicht in sensa ti onellen Einzelmaßnahmen , sondern in der konsequenten, gleichzeit ig~n und wirksamen Durchführung vieler Maßnahmen, die einander wiederum wechselseitig in ihrem Effekt beeinflussen können. Wenn es tatsächli ch gelingt , alle Maßnahmen in allen Sekto ren - Verkehr, Indus trie, Kraftwerke, Kleinverbraucher, Haushalte - koordiniert durchzuführen, so können mit hoher Wahrscheinlichkeit die angegebenen Schadstoffreduktionen noch übertroffen werden. Insgesamt stellt die vorgeschl agene Ma ßnahmenpalette einen Tes t dar, inwieweit wir imsta nde sind , den ressortübergreifenden Zusammenhängen und Notwendigkeiten unserer Umwelt - und damit unseres Überlebens - gerecht zu werden. (Verlags-Info) Wolfram Bu FF : Bäume im Bild. Leben und Schönheit unserer Bäume. 128 Seiten , 148 vierfarbige Abbildungen , 84 Zei chnungen , Fo rma t: 17X21 ,5 cm, gebunden (WVG-Bildatlas) , Prei s : S 196.-, Stuttga rt : Wissenscha ftliche Ver, lagsgesell schaft mbH , 1986. Dieses Buch will kein „ Bestimmer" sein, es so ll vi elmehr Leben und Schönheit des Baumes zeigen und die Sensibilitä t gegenübe r dieser Lebensform fördern . Sein Inhalt beschränkt sich a uf die natürliche Artenzahl , vermehrt um die seit Jahrhunderten zum Wald- und kulturimmanenten Bes ta nd zählenden Arten und wichtigen Bastarde . Ein kluges, informa tives, fachlich kompetentes Buch, das sich durch verständliche Sprache, wissenscha ftliche Exaktheit, hervorragende didaktische Aufbereitung und eine Fülle herrlicher Bilder von ausgesucht schönen Bäumen und Baumdetails a usze ichnet. (Verlags-I nfo) NATURFOTOGRAFIE Frieder SAUER : Naturfotografie mit allen Finessen. 113 Seiten, 24 Farbfotos, 14 Illustra tionen , Format 14,5 X 21 ,5 cm, Paperback, Preis : S 144.-, Karlsfeld: Fauna-Verlag, 1984. Dieses Buch ist eine Sammlung von Ideen und Tips für bessere Naturfotos. Die meisten der Techniken wurden bisher noch nirgends veröffentlicht. Eine Fundgrube a lso für alle, die den neuesten Stand der naturfotografischen Techniken kennen wollen. (Verlags-Info) ÖKO·L 9 / 4 (1987)

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