Oberösterreichische Weistümer

I. Banntaiding (1621) 47 Art. 34= Traun, Art. 29. 35.Welcher sich aines grund understehet,der ainer ganzen gemain zuegehörig, waß der darumb verfallen sei? Antwort: Der soll gestraft werden nach der obrigkait gefallen und erkantnuß. 5 36. Welcher ain neuerung macht— es sei in waid,holzstat oder andern grund — und dem andern sein grund damit entzeucht, waß er darumb verfallen? Antwort: Die neuerung abzustellen und der obrigkait zur straff 32 fl. 37. Welcher ainer dem andern die pelzer nimbt und außgrebt, be- 10 schiebt daß bei der nacht, so ist es ain diebstal; beschiecht es beim tag, waß der darumb verfallen? Antwort: Alß oft ain stamb, als oft 5 fl 60 .Sj. Art. 38= Traun, Art. 24. 39. Welcher ain huert oder gattern nach im offen last und den andern 15 schaden beschiecht, waß der darumb verfallen sei? Antwort:Den schaden zu Wessen und der obrigkaitzur straff5fl60 .5). 40. Welcher ain pauman von seiner arbeit oder pflueg sträfflich ohne dag und ohne zuredtsezen jagt, waß der darumb verfallen ist? Antwort: In disem stehet die straff zu der obrigkait gefallen. 20 Art. 41 = Traun, Art. 11. 42. Wo ainer von meinem gnädigen herm alß grundherrn grint bot — es wären acker, wisen oder andere grint — und saß mit aigen ruck under amer andern herrschaft und den grunddienst — es sei gelt-, traid- oder wie der dienst genent ist, auch robot und steur — in rechter weil und zeit, wie 25 von alter herkommen oder angeschlagen wierdt, nicht außrichtet über seines ambtmans ersuechen, ob sich nit billich mein gnädiger herr auf den gründen hab zu pfenden und die einzuziechen, unzt ihm die vorderung und wandl außgericht werden? Antwort: Dises soll nach laut der erbbrief gestraft werden. so 43. Wo ainem steur wierdt angeschlagen und zu bezallen auf ain tag benent, und der darzue nicht bezallt und durch den ambtman wierdt ge fordert bei dem wandl und abermal veracht, waß der verfallen sei? Antwort: Alß oft die ansag gschiecht 72 .S). 44. Welcher gründ het — es wären äcker, wisen oder hölzer oder 35 andere gründ —, die zu ainem guet gehoreten, versetzet oder verkaufet ausserhalb der herrschaft, dardurch das guet geschmellert wuerd, waß der darumb verfallen sei? Antwort: Welcher diß verbräche, ist zur straff 5 fl 60 .5}. 45. Eß soll auch kainer kam guet — acker oder wisen, auch ander 40 grünt — verkaufen an willen der herrschaft oder des ambtman und den bei dem kauf haben, daß er wiß, den kauf der herrschaft anzusagen. Welcher darüber verkauft, waß er darumb verfallen sei? Antwort: Diser soll zur straff 5 fl 60 .5). 46. Item welcher wär, der von unserm genedigen herrn ain guet, 45 Sölden, wisen, acker oder anders zu erbrecht und in kauf angenomben hette und nach der stift seine briefliche Urkunden über sein kauft guet nit von

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