Oberösterreichische Weistümer

26 Kloster Gleink 20. Sohn, töchter, knecht und thiern Versprechung. Eß mag ieder underthon sein söhn und tochter, knecht und thiern selbs versprechen, und so ihr ains beclagt wurde, soll er die beclagt person für die herrschaft stellen: so ist er als hauswürt müeßig. Wird er aber solches 5 aufschieben, soll er dieselben klag selbst verantworten und daß wandl schuldig sein. 21. Frembter inleut aufhalt. Welcher einen aufhelt in seiner behausung, der anderstwo angevogt ist, der ist schuldig daß wandl. 10 Wie einer den andern mit friden zum anpau halten soll. 22. Feldfridt zum anpau betr(effend)e). Wan der,so anpauen will, mit dem sack traid im feld ist, welcher dann zu friden schuldig ist, der soll denselbigen fridt von stund an machen, die gätter oder hüert einhachen'). That er aber daß nit und beschäch schaden, 15 den ist er abzuthuen schuldig und daß wandle) 72 .S). 23. Fexungzeiten mit dem vicheintreiben außzuhalten"). So') ainer sein traid auß dem feit bracht hat und sein nachbaur nit, so soll er demselben seinen nachbarn mit viech und fridt bei schönem wetter acht tag und bei unstätem wetter vierzechen tagl) ohne schaden halten. 20 So er aber daß viech vor der zeit ins feit schluegi^), waß dann daßelb Schäden thuet, den ist er abzutragen schuldig und darzu daß wandl von einem ieden haubt viechi) 72 24. Welcher den zechent im feld nit außwürft, wie recht, oder inhalt der neuen zechetordnung nit raicht, ist schuldig, sich mit dem zechetherrn 25 zu vergleichen. So ainer den zechent im feit außwürft, der soll disen bei schönem wetter vierzechen tag behüeten; so soll der zechetner vleiß haben, denselben auf daß ehest zu fechsnen. Ob er aber denselben zechent die obbestimbte zeit nit behüetet, daß dem zechentner schaden beschach, den ist er im abzutragen schuldig und darzu daß wandl 72 30 25. Haimblichen graser straf. Item diejenige, so ainem andern auf einem rain, in wüsen oder gärten ohne desselben willen grasen, darvon daß wandl 72 26. übermäens straf. So einer den andern ibermädt, als oft ainer madt,als oft ist er schuldig 35 daß wandl 72 27. Verzeinens straf. So ainer den andern iberzeint, als oft ein stäckl, als oft ist er schuldig daß wandl 72 .S). ®) Feldfridt...betr.]Einfridtung der velder ') anhenken b) fh. ver40 fahlen mit >1) Fexungzeiten ... außzuhalten]Verwahrung des viechs zurfexungszeit ') Wann J) bei schönem wetter...tag]bis der zehent aus demselben velt gefexnet werten i') trüb darzu daß wandl...viech]darzue verfahlen

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