Oberösterreichische Weistümer

14 Kloster Qarsten Art. 23, 24= Text II, Art. 22, 25. [25.] Es soll auch niemand nit holz schlagen an dem Rapoldtdögckh, noch in den Ursprung und Hüettgraben an wissen und willen der vorsster, so von der herrschaft Garsten gesezt sein, wan die bemelten gräeben und 5 hölzer dem markt gegeben und geaignet sind, bei dem fall der herrschaft 5fl, den richter 60 Art. 26 = Text II, Art. 47. [27.] Soll auch kain koller kain fueder koll nit umb werfen, allain das werde gefer angesagt und verraeboscht;fall von ainen ieder fueder koll der 10 herrschaft 4fl, dem richter 60 dagegen soll dem koller das koll bleiben. [28.] Auch ob der richter oder seine knecht kömen und ainen beschriern, beistand zu tauin, umb wo das wäre, ist ain ieder schultig, bei straff leib und guets gehorsam zu sein; gleicher weiß, so er ainen oder mer ervordert, gehorsam zu laisten schultig. 15 [29.] Wellicher sich an dem tag das pandaedung vor der schrannen und den rechten beclagen last, umb was sachen das wäre, der ist dem hofrichter zu Gärsten oder wer in unserß gnädigen herrn von Gärssten namen das panndadung besiz, zu wandl 60 verfallen. Art. 30= Text II, Art. 33. 20 [31.] Wo man ainen uberfaren wurde, der mit Gott offenlich fluecht oder schüldt, den soll man abbog legen und drei tag wasser und prott geben und dem richter das wandl verfallen sein. Auch wer solches hert und nicht anzaigt, soll gleichermaß gestrafft werden. [32.] Wo ainer in dem gericht Weyer und Gafelenz entleibt oder 25 sunst todter funden wurde, derselb soll an wissen, willen und beisein des verwesser gerichtlicher obrigkait daselbs im Weyer und Gaflenz nit gehebt werden. [33.] Wo ainer gefangen wuerde, der das malefiz verschult hette, und man aber beiim sovill nitfundt,damit man ime an seine statt bringen möcht, 30 so soll ein ieder burger 12 .5) und ain ietlicher urberman 7 .9| geben. Ob aber bei ime sovill bringen möcht, so ist man der außgab vertragen. [34.] Es soll auch ain iedtlicher richter auf das wenigist im jar ainmall Waag und maß besechen,zimmenten.Und wellicher alsdann unrecht erfunden, ist der herrschaft 5 fl und dem richter 60 verfallen. 35 [35.] Des feuers halben soll es also gehalten werden, das ain iedhcher, dabei das feuer außkombt,als fill im miglich ist, solches zu beschreien und nit weichen und fliechen, auch niemands an denjenen bei Vermeidung leibs- und guetsstraff band anlegen [soZZ].Wo aber bei solchen nochmals ain unfleiß oder nachlässigkeit befunden wurde, soll derselbig, bei dem das feuer außkomen 40 ist, nach glegenhait der sachen gestrafft werden und gepiesst. [36.] Es soll auch füran niemands ausser wissen aines urbarambtman den urbarßleiten, dem gotshauß Gärsten zuegehörig, nit mer auf koll fürleichen, dan als fill in von den urbarambtman vergunt wierdet, der nach gelegenhait und vermügen des koUers derselben urbarßleit ainen iedlichen, 45 dem armen als den reichen, die gebier vergunen und verschaffen soll. Welcher aber über solches den urbarleiten auf koll fürleichen wurde, dardurch der urbarman gegen im deshalben in grosse schult gedig und ime von dem kolln nit bezallen möcht, so soll derselb sein schult unvergriffen der urbargueter

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