Oberösterreichische Weistümer

162 Herrschaft Leonstein 59. Item ob ainer dem andern in seinem holz etliche holz abschlieg one des andern wissen und willen, der ist umb jedlichen stam der herrschaft zu wandl schuldig 72^ und [hat] nichts weniger dem andern sein holz [zu] bezalen. 5 60. Item ob ainer dem andern geschlagens holz, gehackte scheiter, stecken, spelten oder anders wegfüert oder -dregt, der ist der herrschaft zu wandl 6 ß .5) und dem andern sein holz [zu] bezalen [schuldig], 61. Item es soll auch ain jeder vorster ainem jeden urberer holz vergunnen, was er bedarf zu seinem urber. Darum soll man dem vorster nichts 10 geben und soll auch kainer one des vorsters wissen nichts abschli^en. Und schlueg ainer mer holz ab, des er Ilgen ließ und erfaulen, so ist er der herr schaft das vorstwandl schuldig 5 und 60 Si62. Item so ruegent sich die vorstweg: Von erst von dem Hannsen am Graben und darnach bei dem dierl ain vorstweg, und zu dem Thoman 15 auf der Au ain vorstweg. Item auf der Schnizlhueb ain vorstweg und füer die Kambsaw ain vorstweg; über Egkh ain vorstweg und under dem Haydlein heraus ain vorstweg,und durch den Prodtall am driten jar ain vorstweg, und auf der Görz ain vorstweg, und in der wiß am driten jar ain vorstweg, und über die Naglstat am vorstweg, und zwischen des Rolln und des Spizndrat 20 ain vorstweg, und aus dem Sumerholz am vorstweg. Item wer ain vorstweg verschlöcht oder verfüret, der soll in räumen in drei tagn. Geschäch aber das nicht, so wäre er das vorstwandl schuldig 5 » und 60 .5). 63. Item die wagner oder was man von holz macht, das haben si zu füeren zu Stötten und zu markten und füer ain Idrichen; das es kain richter 25 soll nemen oder ire anwält, das ist gerechtigkait von alter her. So es aber ainem genumen wiert, so soll er mit dem richter kainen abpruch machen ausser seiner obrigkait. 64. Item wier sollen auch die stainwand friden, wer auf die au kert. Welicher das nicht tuet, wenn man ims sagt, der ist zu wandl 60 .5). .30 65. Item welicher ainen pfelzpaum oder sonst obstpaum abschlueg oder ausgrabt, der ist der herrschaft zu wandl5 ® .5) und [soH] dem andern sein schaden bezalen. 66. Item welicher geschlachts obst hat, der mag auf seinen gründen laitern anlain und lösen, was er gelangen mag.Die ubermaß soll er schüdten .35 und soll auf seinem tail aufklauben und soll seinen nachpern auf seinem grund auch aufklauben lassen. 67. Item ain veldobst, wo das in ainem rain steet, das sollen si ungeverlich miteinander tailen. 68. Item wer stoßfelber abhakt, der ist der herrschaft zu wandl 40 6 ß 2.5) und [soll] dem andern den felber bezalen. 69. Item welicher unrecht weg und steg macht, der ist der herrschaft zu wandl 6 ß und 2.S). 70. Item so müessen wier die prucken im Teuffenpach machen; darumb soll man wegmautfrei sein zur maut Clauß. 45 71. Item der pach zwischen des pfarrers- und vischheusleins, der soll geräumt werden albeg am driten jar; die soll ain.pfarrer, oder wer auf dem obern Möltlguet sizt, den pach miteinander räumen. Und ob es nit geschäch, so war das wandl b % ,9i, und soll der pach dennocht geräumt werden.

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