Ansichten der Kronprinz Rudolf-Bahn 1876

- (i -- lehne gewonnen, vor und nach demselben rC1c ken die Wände unmittelbar bis an den Fluss heran. Hieflau selbst liegt in dem Thale des Erzbaches und aus den drei Hochöfen der Irinerberger Actien - Gesellschaft lagert sich der Qualm Liber den rothen D~ichern, erst' spät am Tage von der Sonne mit den Flussnebeln gehoben. Wir befinden uns inmitten von Bergriesen. Der bereits erwähnte Damischbachthwm steigt hier in ge\rnltiger Massenentfaltung fast senkrecht vom linken Ennsufer auf, der Luegauer (2198 '"), dessen knhne, hirnmelstLLrmende Spitze wir vor der Einfahrt in Hieflau bewundert, ist uns der Hero-ld der Hochthorgruppe, vor uns gähnt aus zerklllfteten Gesteinmassen eine schattenhafte Felsschlucht, das „ Gesäuse". Das schmale Bett, das starke Gefälle jagen die \,Vogen des Flusses in stet~ wachsender Eile ihre trlimmerbesäte Bahn entlang; saL1send brechen sie sich an den niedergestnrzten Felsblöcken, wälzen in rasendem Wirbel mächtige Steine und sch~iumen an die Ufer, dass die vereinzelten Bäume, die im kargen Erdreiche Wurzel zu schlagen versuchen, unter ihrem Anpralle erzittern. Wir legen den Ennsmauer-Tunnel (48111 ) zurnck, zunterfahren im HochstegTunnel (103 "') die Fahrstrasse, nbersetzen den Harte/graben, dessen Riesenkaskaden wilde Alpenwasser dem Flusse zuführen (eine wunderbar-p ittoresque Thalschlucht, die jeder Klamm des Salzkammergutes an die Seite gesetzt werden kann), kreuzen auf der Kummerbrücke die Enns und laufen auf deren linker Seite in Gstatterboden ein. Zur Linken präsentirt sich in scharfen Contouren der Planspit7t., rechts s_ind die gewaltigen Massen des Buchsteins aufgethC1rmt, die etwas breitere Thalsohle zu unseren Füssen ist die Ennsjlur. Hochthor, Sparajeld, Reichenstein, Planspit7t. mit ihren starren, nackten Formationen, scheinen im Süden eine unlibersteigliche Mauer zu bil den; das herrliche Johnsbachthal aber verm ittelt dem rC1stigen Touristen die

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