Oberösterreich, 32. Jahrgang, Heft 3, 1982

• - ■f.Vi-: ■ jij T •.. .".■ r -Ii..- . - e«? Vfmv t '- r Biedermeierliche Ansicht der KaltenbrunnerWerkstatt in Micheldorf, Aquarell, 1. Hälfte 19. Jahrhundert. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des OC3. Sensenschmiedemuseums Micheldorf.- Foto: Robert Fürböck, Graz Steyr, Städtisches Museum: Zunftzeichen der Kilngenschmiede 1833, der Messerer 1817, der Felihauer 1819, der Nageischmlede um 1800 und der Schlosser um 181 O. Foto: Elfrlede Mejchar, Wien Als aber auch Im Bereich um HIeflau und Reif ling es an Holz zu mangeln begann, ging man zur Verwendung von Schiffen über. Um von Steyr nach HIeflau einen Gegenzug zu ermög lichen, mußte ein Treppelweg gebaut werden, eine Aufgabe, welche der Tiroler Hans Gast elger In den Jahren 1559 bis 1563 meisterhaft bewältigte. Dieser Treppelweg war bis zum Aufstau der Kraftwerksstufen an der Enns auf weiten Strecken noch erhalten und liegt nun größtenteils unter Wasser. An einer Stelle un terhalb Reichraming war Im gewachsenen Fels eine tiefe Rille zu sehen, die Im Lauf der Jahrhunderte das Zugseil beim Treideln aus gescheuert hatte. Das Jahr 1872 bedeutete für die Ennsschlfffahrt und nicht minder für das Transportwesen auf der Elsenstraße eine entscheidende Zä sur. Nachdem bereits am 25. Mal 1868 die Strecke St. Valentin - Steyr der KronprlnzRudoif-Bahn eröffnet und damit der Anschluß an die junge Kalserln-Ellsabeth-Westbahn Wien - Linz - Salzburg bzw. Wels - Passau hergestellt worden war, erfolgte am 20. August 1872 die Inbetriebnahme der Strecke Wey er - Rottenmann - und wenig später jene der Teilstrecke HIeflau - Elsenerz. Ebenfalls 1872 wurde die Strecke Amstetten - Wey er-Klelnrelfling dem Verkehr übergeben. Damit war dank der Initiative von Stadt Steyr und Industrie die Elsenwurz'n dem modernen Eisenbahnverkehr erschlossen. Bereits 50 Jahre vorher hatte sich die Elsenstadt dafür eingesetzt, die ursprünglich als Schlffahrtskanal zwischen Donau und Moldau geplante Verbindung, welche sodann zu dem von Franz Anton von Gerstner begonnenen Bau der El senbahn nach Budwels führte, nicht In Linz, sondern In Mauthausen an die Donau und so mit unmittelbar an die Elsenstraße anschlie ßen zu lassen. Hierbei wurde geltend ge macht, daß allein von Steyr, Steinbach und SIernInghofen jährlich 15.000 Zentner Elsen waren In Richtung Böhmen befördert würden.

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