Oberösterreich, 29. Jahrgang, Heft 2, 1979

Das Landesjugendheim Edtbauernalm in der Bergregion von Hinterstoder, eines der ältesten und bewährtesten Jugendheime in Oberöster reich Rechts unten: Das Landesjugendheim Wurzer alm im Ski- und Berggebiet von Spital am Pyhrn 4 0-' ' - " «. verstärkte finanzielle Förderung von Ski schulkursen und Schuiiandwochen in Ober österreich; Fortsetzung desAusbaues von Jugendstätten gemäß dem Jugendstättenbauieitpian. Von diesen Maßnahmen betroffen sind insbe sondere die Errichtung von Jugendzentren und Jugendberatungssteiien. Verstärkter Einsatz von haupt- und neben amtlichen Sozialarbeitern in den Jugend zentren unter finanzieller Beteiligung des Landes Oberösterreich. Der für die Jugend so bedeutende Bereich der Friedenspädagogik soll vor allem durch den Ausbau des internationalen Jugend austausches forciert werden. Die Kontakte mit jungen Menschen aus den verschieden sten Ländern eignen sich am besten dazu, etwaige Vorurteiie unter den Jugendlichen durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse nachhaltig abzubauen. Dem Jugendschutz wird auch in Zukunft verstärkte Bedeutung zukommen. Ein un bestrittener Schwerpunkt Innerhalb dieses Gebietes wird vor allem die verstärkte Be kämpfung von Suchtgiften im Zusammen hang mit Jugendlichen sein. Zur wirkungs vollen Abhilfe der Drogengefahr werden da her mehr Beratungsstellen, mehr Aufklä rung und als Alternative die Hinführung zu sinnvollen Freizeitangeboten für unsere Ju gend erforderlich sein. Zum Jugendschutz gehört aber zweifellos auch die Prophylaxe HO: 1 ilf EJU ^ ' gegen die in erschreckendem Maße zuneh mende Zahl von Selbstmorden junger Men schen. Auch hierin sehe ich eine wichtige Aufgabe der Jugendberatungsstellen, die mit ihrer Arbeit dem jungen Menschen hel fen sollen, besser über seine Probleme hin wegzukommen. Der Jugendförderung in Oberösterreich steht also in nächster Zukunft ein breites Aufgabengebiet gegenüber. Trotz der Viel fältigkeit dieser verantwortungsvollen Mate rie darf jedoch nicht vergessen werden, daß das Ziel der Jugendförderung durchaus nicht darin liegt, die Jugend auf allen Gebie ten zu unterstützen und ihr dadurch Verant wortung und Aufgaben abzunehmen. Das würde nur dazu führen, daß die Jugend zu einem lethargischen und passiven Verhal ten gedrängt wird. Unsere Forderung an die Jugend besteht daher im verstärkten sozia len Engagement, in der Bereitschaft zu weit reichender Bildung sowie in der Übernahme von staatsbürgerlicher Verantwortung. Durch die anzustrebende verstärkte Inte gration der Jugend in einen sozialen Bil dungsprozeß soll unter anderem auch das Verständnis für den alten und behinderten Menschen wachgerufen werden. Darin ein geschlossen ist die Bereitschaft zu Opfern und Abhärtung In geistiger und körperlicher Hinsicht - sei dies in der Schule, im Sport oder in der Gesellschaft im allgemeinen.

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