Oberösterreich, 12. Jahrgang, Heft 1/2, 1962

Mir geht's gut! Draußen - am Wasser,bei Wind und Sonne - da fühle ich mich wohl. Dazu „Coca-Cola" köst lich-kühl,das ist die Pause nach meinem Geschmack. Mach mal Pause.. Normalflasche Familienflasche „Coca-Cola" ist eine eingetragene Marke entstandenen monumentalen Formen werden jedoch hier nicht erreicht. Wahr scheinlich kamen die Wohntürme über Südtirol, den italienischen casa torri, zu uns. Auch der Typ des „Einzelhauses" weist noch verschiedentlich auf Umbauformen hin (Wasserschloß Parz — gotischer Hallenraum, und Dietach — gotisches Rippengewölbe). Im wesentlichen stam men diese Objekte jedoch aus dem 16. Jahrhundert, wenn auch noch ver einzelt die mittelalterlichen Fundamente herangezogen werden. Als Ergebnis ent stehen äußerlich geschlossene Formen, jedoch mit vollkommen unregelmäßiger RaumVerteilung im Inneren (Wasser schloß Bernau bei Fischlham, Schloß Lichtenegg in Wels). Die vollkommenen Neubauten dieser Gruppe zeigen einen regelmäßigen, rechteckigen Baukörper (Schloß Frein bei Frankenburg, Köppach, Raab und der Haupttrakt des Schlosses Traun) oder eine quadratische Bauform mit Eckrundtürmen (Schloß Weyer bei Kematen a. d. Krems,Eherschwang, des sen Türme jedoch abgetragen sind, und das nicht mehr erhaltene ehem. Was serschloß Gröhming). Der klare Grund riß geht dabei meist auf die Mittelflur hausanlage zurück (Frein, Weyer, Traun, Dietach, Raab und Eberschwang). Die Wirtschaftsgebäude liegen wieder außer halb der Herrenhausinsel, wenn nicht, wie im Falle Köppach, eine Vorinsel da für angelegt war. Das Hauptschloß war dann nur mit der Vorinsel und diese erst mit dem Festland mittels Brücken ver bunden. Die geschlossenste und vornehmste Wasserschloßanlage der Renaissance ist zweifellos die mit Eckrundtürmen aus gestattete „Vierflügelanlage" um einen zwei- bis dreigeschossigen, rechteckigen Laubenganghof. Die Anlage steht direkt im Wasser; die Wirtschaftsgebäude lie gen außerhalb des Schlosses und sind mit ihm über eine Brücke verbunden. Der Haupteingang der „Vierflügel anlage" liegt oft an der entgegengesetz ten Seite und ist über eine zweite Brücke zu erreichen. Dieser Schloßtyp ist ganz allgemein für die Alpenländer charakte ristisch und in Oberösterreich — durch den bäuerlichen Vierkanter bereits vor geprägt — sehr verbreitet. Vorbilder die ses Typus sind für Oberösterreich wohl in Bayern zu suchen (Tüßling); der artige Anlagen ohne Arkaden waren je doch schon früher in Norddeutschland und Holland vorhanden. Als Prototyp dieser Gruppe und überhaupt als Mu sterbeispiel einer Wasserschloßanlage der Spätrenaissance in Österreich kann das bestens erhaltene Schloß Aistersheirn gelten. Weiter gehören das viel fach umgebaute Wasserschloß Gallspach und die heute nicht mehr erhaltenen Anlagen von Freiling, Stadlkirchen und Gallhanr hieher. Das letztere Schloß war bereits zur Zeit Vischers nicht mehr vor handen. Ebenfalls nicht mehr erhalten sind die vereinfachten Formen dieses Typus Reith und Eggenberg. Bei diesen ehemaligen Wasserschlössern fehlen die Eckrundtürme; sie sind dafür mit einem vorspringenden quadratischen Torturm und mit umlaufenden bastionartigen Mauern ausgestattet. Die Wirtschafts und Nebengebäude liegen bei Reith auf zwei gesonderten Inseln, über welche die Herrenhausinsel mit Brücken zu er reichen ist. Eggenberg ist die einzige als Neubau anzusprechende renaissancezeit liche Wasserschloßanlage Oberöster reichs, wo Herrenhaus und Wirtschafts gebäude auf einer Insel situiert sind. Ersteres ist jedoch durch die erwähnte Mauer und einem eigenen Torbau von letzterem streng geschieden. Im Hof dieser „Vierflügelanlage" fehlen auch die üblichen Arkadengänge. Das ehemalige Wasserschloß Innersee bei Rottenbach 63

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