Gedichte in oberösterreichischer Mundart

wogn was i d' haar valorn ha' ! 63 Mögn was L d' Haar väloru pa'! ^ös nächst kimmt anr Ring A Bekannt« zu mir, Hat ä Freud, wia ä mi stacht, Schreit: „wia geht's da denn dir? G'wifs habn wir uns hierztn Zwoanz'g Jahr nimm« g'segn; was is seit da Zeit Zn da Welt nöt all's g'schehn! „wo lobst denn, was treibst denn? Roast nu umanand Rut all deinö Bildä, Ddä lobst wo auf'n Land?" I vazöhl, dass Beainta Bei da Bahn i lang bin, Und seit ä paar Jahr Basotzt bi' nach Wien. „Bist gar bei da Staatsbahn, wo nrei Böttä a is, Der seit da Bastaatlichung Not z'friedn mehr is?" „„Na, mir macht dös nix, Han mi selm viel vaschobn, war drenten, Herenten, war drunten und drobn. „„Arbat gibt's überall wann ma wodawöll war, Gs arbat, schau hin, ja Da Aaisa sogar. wen b’ Arbat nöt g'freut, Den bedaur' i grad nua, Dös fand da so Leut, Ariagn für 's Nixthuan nia gnua."" „Schau! Bliebn bist wirst warst, Du deinö Ansichtn a; wär eh das viel G'scheidä, wann a niada so wa. Und ausschau'n thuast guat, Nur Haar hast valorn, Z woaß, wegn deinö Aodn Bist eig'spört oft worn." „„Ja, ja, hast schan recht, <Vs hat ma nöt g'schadt, wia viel hat ma damals wögn lange Haar packt. Aba dößwegn glaub nöt, dass 3 viel Haar nimma han.""— „Za, warst völleicht krank Dn Aopf? — da schau di an!" „„Äh, krank war i nia, 3 muass sagn: Gott sei Dank! Aba das woaßt ja do, Dass i g'roast Jahre lang; Seit mehr als zwoanz'g Jahr Sitz i hiarzt auf an Sitz, Dös is für dö Haar Aoan G'fpoas und koan Witz.

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