Grüne Bürgerzeitung, Nummer 2, Mai 1986

4 GRUNE BURGERINFORMATION SOLIDARITÄT brachte ERFOLG Ca. 150 - 200 Schrebergartenbesitzer waren zur Mehrzweckhalle Münichholz gekommen, um ihre Einigkeit zu zeigen, ihr Naherholungsgebiet zu retten. Schrebergärten hat es geheißen, müssen in der Sebekstraße weg, weil die Stadt genau an dieser Stelle ein Pensionistenheim errichten will. Nach einer kurzen Darstellung der Verhältnisse in der Sebekstraße und Möglichkeiten einer Erhaltung der Gärten durch den Gemeinderat der Grünen Alternativen Liste Steyr, Franz RAMOSER, sprach der Vorsitzende des Wohnungsausschusses und Zuständiger für die Stadtgemeinde, Stadtrat Hans Zöchling, über die Errichtung des Pensionistenheimes. Durch ständige Aufrufe der Schrebergärtner, daß sie ihre Gärten erhalten wollen und das geschlossene Auftreten, gab Stadtrat Zöchling die Zusage: "DIE ERRICHTUNG DES PENSIONISTENHEIMES WIRD NICHT ERFOLGEN; WENN EIN SO GROSSER WIDER- STAND ERFOLGT." Auch machten die Schrebergärtner den Stadtrat aufmerksam, daß es in Münichholz noch einige schöne Plätze gibt, wo dieses Pensionistenheim errichtet werden könnte. Unter anderem unterhalb des Münichholzweges oder in der Nähe der ehemaligen Beruffsschule und so weiter. Viele Schrebergartenbesitzer konnten es nicht glauben, daß dieser Solidaritätsakt so einen großen Erfolg brachte. Nun liegt es neuerlich an den Schrebergartenbe- sitzern einen zweiten wesentlichen Schritt zu tun. Die Forderung an die Stadtgemeinde zu richten, daß dieses Bauland in Grünland umgewidmet wird. Somit könnte auf diesen Gründen nicht mehr gebaut werden. Die Verbundenheit zur Natur macht dies möglich. Parkverbot ausgenommen Gemeinderäte Wie wir bei der letzten Ausgabe unserer Zeitung berichtet haben, dürfen Gemeinderäte anhand eines Abkommens mit der Polizei am Stadtplatz auch im Parkverbot ihre Autos stehenlassen. Da diese Handhabung rechtlich nirgends gedeckt ist, wurde zunächst mit dem Bürgermeister ge- sprochen und dann der erwähnte Artikel darüber geschrieben. Bisher wollten die Gemeinderäte der SP, VP, FP und KP nicht darauf reagieren. Andererseits sagte Vizebürgermeister Wippersberger vor kurzem zu einem anderen Thema: "... wir leben in einem Rechtsstaat und Recht muß Recht bleiben". Wir lassen nicht locker, und prangern dieses Privileg weiter an. Wir bieten zwei Alternativen: 1. Das Abkommen mit der Polizei wird abge- schafft. 2. Die Ausnahme vom Parkverbot bekomm't eine rechtliche Grundlage durch das Anbringen einer Zusatztafel "Ausgenommen Gemeinde- räte" Für unser Foto haben wir eine solche Zusatz- tafel machen lassen. Wir stellen sie g r a t i s zur Verfügung und montieren sie selber. Was der Bürger zu dieser Ausnahme sagt, steht auf einem anderen Blatt ... AUSGENOM~EN GEMEINDERATE

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