heiligmäßigen Seele und finden dann auch Aufnahme in dem Kloster La Trappe bei Münster in Westfalen, und zwar als Laien¬ schwestern=Kandidatinnen. Leider mußten die zwei Schwestern sowie auch die anderen Kandidatinnen, die noch nicht die Profeß ge¬ macht hatten, nach ungefähr einem Jahre die¬ se Stätte des Friedens und inneren Glückes über Weisung der Landesregierung wieder verlassen. Die Schwester der Aloisia, die krank war, blieb zuruck und starb bald dar¬ auf. Aloisia aber wallfahrtete mit einer an¬ deren Konvertitin aus Livland, namens Au¬ gustina, zu Fuß nach Rom, der Ewigen Stadt, und besuchte auf dem Wege dorthin auch Loretto und andere Wallfahrtsorte. In Rom konnte sie zweimal mit dem Hl. Vater Pius VII. sprechen. Nach mehreren Jahren tam sie nach Gmunden, wo ihr stiller Wunsch, in ei¬ nem christlichen Hause unterzukommen, in Erfüllung ging. Sie tam in das Haus der drei Geschwister Andreas, Johann und Magdalena Traweger. Der Vater Traweger hatte einen gut gehen¬ den Leinwandhandel in Gmunden. Die drei Geschwister waren ledig, bereits ziemlich be¬ tagt und lebten in gutem Frieden mitsam¬ men. Aloisia Petrowitsch erwarb sich durch ihre treue Dienstleistung und echte Frömmigkeit so sehr die Liebe der drei Geschwister, daß diese sie sogar als Erbin ihres Vermogens einsetzen wollten. Aloisia ging aber auf die¬ sen Wunsch nicht ein, sie machte vielmehr den Vorschlag, die drei Geschwister sol¬
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