stern dem Bischof 100 fl. und zwei Meßklei¬ der mit. — Waren nicht die Spenden, welche nach dem Weltkrieg von den Katholiken Amerikas dem notleidenden Oesterreich zu¬ flossen, eine Art Heimzahlung empfangener Wohltäten mit Zinseszins? Am 13. Oktober 1849 besuchte Kardinal Fürst Schwarzenberg von Wien, der für den erblindeten Bischof Gregorius Thomas Zieg¬ ler von Linz im Lande firmte, das Klo= ster und hielt auch einmal zur Freude der Schwestern die Konventmesse. Am Schutzengelsonntag 1850, nachts, brach im Hafnerhause gegenüber dem Klo¬ ster Feuer aus, das Kloster war in großer Gefahr. Die Schwestern beteten im Chor und machten das Versprechen, vor dem Pra¬ ger Jesukindlein ein Licht zu brennen, wenn die Gefahr abgewendet werde. Auch schick¬ ten sie die Pfortenmagd mit Reliquien hin¬ über, sie solle dieselben ins Feuer werfen. Sie tat es und das Feuer wurde auffallend ruhiger, so daß die Magd auf der Stelle ge¬ fragt wurde, was sie denn ins Feuer gewor¬ fen habe, indem man die schnelle Verande¬ rung wahrnahm. Sie antwortete: „Reli¬ quien aus dem Kloster. Es waren die Re¬ liquien von den zwei heiligmäßigen Mut¬ tern, deren Leiber im Kloster verwahrt werden. Die eigentliche Stifterin des Klosters Magdalena Traweger hatte am 15. Au¬ gust 1828 das Ordenskleid erhalten, hatte aber die Profeß nicht abgelegt. Erst im Al¬ ter von 83 Jahren legte sie am 11. Mai 1851 22
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