Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Im Jahre 1843 besuchten das stille Kloster der Bischof von Konstantinopel sowie der Bischof Fürst Alexander von Hohenlohe. Dechant Franz Wailig von Gmunden, ein großer Gönner der Schwestern, starb in die¬ sem Jahre. Am Dienstag vor Christi Himmelfahrt 1843 brach abends in dem nahen damaligen gro¬ ßen Brauhause ein Feuer aus, wodurch auch das Kloster in große Gefahr kam. Der Beichtvater gab mit dem Hochwürdigsten Gute den Segen über das Feuer, das dann nachließ. Die Schwestern waren schon in banger Sorge, etwa ihre stillen Mauern verlassen zu müssen. Im Jahre 1844 wurde an die Priorin des Klosters das Ersuchen gestellt, in Würz¬ burg ein Kloster der Karmelitinnen zu stiften. Nach den notwendigen Verhandlun¬ gen wurde die Ausführung der neuen Stif¬ tung beschlossen. Schwester M. Gertrudis sollte als Priorin nach Würzburg ziehen und Schwester M. Josepha als Supriorin und Schwester Josepha Theresia sowie eine welt¬ liche Laienschwester, Kandidatin Josepha Rau, mitnehmen. Am 12. September 1844 reisten sie in Begleitung des Beichtvaters Jakob Kellerer in aller Frühe unter dem Klange der beiden Turmglocken von Gmunden ab. Die guten Schwestern in Gmunden gaben für das neue Kloster viele brauchbare Ge¬ schenke mit. Als Schwester Elia Theresia (Eleonora Bockh aus Preßburg) im Jahre 1845 ihre Profeß machen sollte, wurde auch ihre Mit¬ ter zu dieser Feierlichkeit eingeladen. Diese 18

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