Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Am Feste der hl. Theresia, am 15. Oktober 1834 wurde das Kirchlein vom Dechant Wai¬ lig benediziert (geweiht, und das Hochwür¬ digste Gut von der bisherigen Kapelle über¬ tragen. Sehr viel Volk nahm teil daran. Darauf war feierliches Hochamt mit Tedeum. Die Schwestern erhielten auch wieder die Erlaubnis, das Brevier gemeinsam zu beten. Der Bau war der Hauptsache nach voll¬ endet. — Am Feste Maria=Schnee, 5. August 1835, nahm der Hochwürdigste Herr Bischof Gregorius Thomas Ziegler von Linz die feierliche Einweihung der Kirche vor, und zwar zu Ehren der seligsten Jungfrau Maria und der hl. Elias, Albertus, Theresia und Johannes vom Kreuze. An der Feier nahmen auch General August Freiherr von Wöber, Dr. Sentin, die beiden Bruder Tra¬ weger, mehrere Priester und viel Volk teil. Die Schwestern wohnten im Chore der Feier¬ lichkeit bei. Dr. Seutin, der große Wohltäter des Klo¬ sters, gab für den Bischof, die Honoratioren und die Geistlichkeit eine Tafel, desgleichen auch eine für die Burger und eine eigene für Arme und Kinder. Die Stadt Gmun¬ den ehrte ihn durch Musik, Feuerwerk und Pöllerschießen. Am 10. August 1836 starb der alte Stif¬ ter Andreas Traweger an Alters¬ schwäche. Ein schwerer Verlust für das Kloster war der Tod der Stifterin und Priorin Leopol¬ dina Josepha vom hl. Michael aus Prag, die am 6. September 1837 im Alter von 82 Jah¬ ren verschied. - 16 -

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