Eine österreichische evangelische Parochie

3 Felsspitzen, grüne Alpenwiesen mit duftenden Alpenkräutern, rauschender dichter Hoch­ wald der Berge. Ost muß der Pfarrer die Täler der dunkelolivenfarbigen Enns und der hellgrünen Steyr durchreisen oder im Tal eines der zahlreichen Zuflüsse derselben, hier Gräben genannt, meist von überwältigender einsamer Waldschönheit, weiter in das Innere dringen, um hier vielleicht einen verlassenen Bahnwächter, dort einen Förster oder Sägewerksbesitzer aufzusuchen. Wie herrlich und stattlich liegen die Hauptorte des Bezirkes da: Die über 900 Jahre alte Stadt Steyr mit ihren mittelalterlichen Gebäuden, der alten Styra- Ste^r vom Tabor. bürg, dem schlanken Stadtpfarrturm, ihren modernen Eisenbrücken über den grünen Wellen der Enns und Steyr, ihren großartigen industriellen Anlagen, wo die Ma- schinen schnauben, die Hämmer pochen und die Waffen zum verderblichen Kriegshand­ werk geschmiedet werden. Und doch wird durch alle diese industriellen Anlagen der landschaftlichen Schönheit der Stadt kein Abbruch getan. Sie liegen tiefer als das eigentliche Hauptgebiet der Stadt und treten erst dann an den Tag, wenn man von der Höhe in die Tiefe des Steyrtales hineinschaut. Welch lieblicher Anblick ist der von Waidhofen an der Mbs, wo eine evan­ gelische Predigtstation besteht! Im allseitig umschlossenen Waldtal, über dem die l*

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