Das Salztransportamt am Stadl und seine Bedeutung für den oberösterreichischen Salzhandel

- 149 - ungeheuren Steuerrückstände so katastrophal geworden, dass es 1820 zur Sequestration des Stiftes kam. 1 Nach der Auflösung des Transportamtes am Stadl wollte 1825 die Re- gierung ihre Verpflichtungen dem Stift gegenüber lösen, das damit aber nicht einverstanden war. Wie die Sache dann ge- löst wurde, war aus den Akten nicht zu entnehmen. Schraml nimmt eine Lösung in Rechtswege an. 2 3.) Ertrag. Der mengenmäßige Ertrag des Stadlrechts wird in den Beilagen 11 - 14 dargestellt. Beilage Nr. 11: Verzeichnis des gesamten auf der Traun verfrachteten Küfelsalzes. Links sind die Mengen, die in Gmunden ausgeführt wurden, rechts die durch Stadl durchgeführten, angegeben. Erstere stützen sich zum größten Teil auf die Angaben in Krackowizers Ge- schichte von Gmunden (II, S. 317-319) und ergänzungsweise auf Lambacher Stiftsakten, Letztere nur auf diese. Im Allge- meinen liegt die Menge, die durch Stadl ging, etwas niedri- ger als die aus Gmunden ausgeführte, da ja auch Salz über den Traunfall zugrunde ging. Oftmals aber haben die Knechte der Fertiger auch nicht die richtigen Mengen ange- sagt, um dadurch für sich einen Vorteil zu erreichen. Selten lagen die Mengen in Stadl höher als die in Gmunden wie in den Jahren 1541, 1542 und 1621. 1 LStA 469 Nr. 48 (1820 April 12). 2 Schraml, Salinenwesen III, S. 296.

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