9. Jahresbericht der k. k. Realschule in Steyr, 1879

32 Französische Sprache. Formenlehre der flexiblen Redetheile einschliesslich der häufigst vorkommenden unregelmässigen, defectiven und unpersönlichen Zeitwörter; Adverbien und Conjunctionen; die wichtigsten syntaktischen Regeln über den Gebrauch des Artikels, über das Adjectiv qualitativ und determinativ, endlich über das Pronom. Alle 8 Tage eine Hausarbeit, alle 14 Tage eine Schularbeit. Wochentlich 4 Stunden. Geographie und Geschichte. Wochentlich 4 Stunden. 2 Stunden: Specielle Geographie von Asien und Afrika; detaillirte Beschreibung der Terrainverhältnisse und der Stromgebiete Europa’s an oftmalige Anschauung und rationelle Besprechung der Schul¬ und Wandkarten anknüpfend; Geographie des westlichen und südlichen Europa. 2 Stunden: Uebersicht der Geschichte des Alterthums. Arithmetik. Das Wichtigste aus der Mass- und Gewichtskunde, aus dem Geld¬ und Münzwesen. Mass-, Gewichts- und Münz-Reduction, Lehre von den Verhältnissen und Proportionen; Kettensatz, Procent- und einfache Zins-, Discont- und Terminrechnung, Theilregel, Durchschnitts- und Alligationsrechnung. Wochentlich 3 Stunden. Naturgeschichte. I. Sem.: Mineralogie. II. Sem.: Botanik. Wochentlich 3 Stunden. Geometrie. Planimetrie; Uebungen mit dem Zirkel und dem Reisszeuge überhaupt, Gebrauch der Reisschiene und des Dreiecks. Wochentlich 3 Stunden. Freihandzeichnen. Zeichnen räumlicher und geometrischer Gebilde aus freier Hand nach perspectivischen Grundsätzen, durchgeführt an passenden Draht- und Holz¬ modellen in nachstehender Reihenfolge: Gerade und krumme Linien, Polygone, Kreise, stereometrische Körper und deren Combinationen; einfache technische Objecte. Wochentlich 4 Stunden. III. Klasse: Religionslehre. Geschichte der göttlichen Offenbarung des alten Bundes. Wochentlich 2 Stunden. Deutsche Sprache. Lesen wie in Klasse I. Reproduction grösserer Lesestücke, Darlegung des Gedankenganges und der (lliederung derselben. Memorirübungen. Der zu¬ sammengezogene und zusammengesetzte Satz. Die Lehre von den Bindewörtern. Die Satz¬ zeichen. Fortsetzung der Wortbildungslehre. Aufgaben grammatischer Art und Anwendung des behandelten Lehrstoffes. Fortgesetzte Uebungen im Erzählen und Beschreiben: kleine Schilderungen und Charakteristiken; kurze Abhandlungen im Anschluss an den Unter¬ richt in den Realien. Zahl der schriftlichen Arbeiten wie in Klasse 1. Wochentlich 3 Stunden. Französiche Sprache. Vollständige Syntax des Nom und Pronom. Fortgesetztes Vermehren des Wörter- und Phrasen-Vorrats. Alle 14 Tage eine Hlausarbeit und eine Schul¬ arbeit. Leichte prosaische und poetische Lectûre. Versuche in französicher Conversation mittelst der übersetzten Lesestücke. Wochentlich 4 Stunden. Geographie und Geschichte. 2 Stunden: Specielle Geographie des übrigen Europa und namentlich Deutschlands. 2 Stunden: Uebersicht der Geschichte des Mittel¬ alters mit besonderer Hervorhebung der vaterländischen Momente. Arithmetik. Fortgesetzte Lebungen im Rechnen mit besonderen Zahlen zur Wie¬ derholung und Erweiterung des bisherigen arithmetischen Lehrstoffs. Zusammengesetzte Verhältnisse mit Anwendung auf verschiedene im (leschäftsleben vorkommende Aufgaben. Einübung der vier ersten Grundoperationen in allgemeinen Zahlen mit ein- und mehr¬ gliedrigen Ausdrücken, so weit dieselben zur Begründung der Lehre vom Potenziren und vom Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel nöthig sind. Erhebung auf die zweite und dritte Potenz, Ausziehen der Wurzel zweiten und dritten Grades aus besonderen Zahlen, ohne und mit Abkürzung. Wochentlich 3 Stunden. Physik. Experimentalphysik: Allgemeine Eigenschaften der Körper; Wärme: Statik und Dynamik fester, tropfbarer und ausdehnsamer Körper. Wochentlich 4 Stunden.

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