Amtsblatt 1900/49 der k.k. Bezirkshauptmannschaft Steyr vom 6. Dezember 1900

bei Wasserleitungen in die Wohnhäuser, und öffentliche Bebäude als Einleitungsröhren in das innere der Häuser nur eiserne Rohre verwendet werden dürfen, welche gleichviel ob Guss= oder Schmiedeeisen — im Innern weder verzinkt noch galvanisiert sein dürfen. Mit Rücksicht auf die seit Erlassung dieses Verbotes gemachten Erfahrungen, fand sich das k. k. Ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem k. k. Handelsministerium auf Grund eines neuerlich eingeholten Gutachtens des k. k Obersten Sanitätsrathes bestimmt, dieses Verbot außer Kraft zu setzen und auszusprechen, dass auch verzinkte und galvanisierte guss= und schmiedeeisern Röhren zur Verwendung für Einleitungs=, Aufstieg= und Verzweigungs=Röhren zuzulassen sind Hievon werden die Gemeinde=Vorstehungen und die Herren Gemeindeärzte zufolge Erlasses der k. k. Statthalterei in Linz vom 23. Juni J., Z. 10.749/I, zur Darnach¬ achtung bei vorkommenden Fällen in Kenntnis gesetzt. Z. 15.497. Steyr, 29. November 1900. An alle Gemeinde-Vorstehungen. Schurfbewilligung. Unter Beziehung auf den hierämtlichen Erlass vom 22. August 1900, Z. 11.327, Amtsblatt Nr. 35, wird ufolge der Zuschrift des k. k. Revierbergamtes Wels vom 17. November 1900, Z. 2224, kundgemacht, dass die dem Herrn Anton Klammer in Steyr und Johann Seidl in Gründberg für den polit. Bezirk Steyr ertheilte Schurfbe willigung vom 16. August 1900, Z. 1626, über gemein chaftliches Einschreiten de präs. 13. November 1900, auf die Namen der Herren Anton Klammer, Waffenfabriks¬ arbeiter in Steyr, Johann Seidl, Waffenfabriksarbeiter in Gründberg, Gemeinde Sierning, Alois Polzhuber, Waffen abriksarbeiter in Steyr, Josef Rieß, Grundbesitzer in Kienberg, Gemeinde Ternberg bei Steyr, mit je einen Achtel=Antheile und die Firma: Franz Werndls Nachfolger Walzwerk, Draht= und Nägelfabrik in Unterhimmel, mit vier Achtel=Antheilen umschrieben wurde. Z. 15.694. Steyr, 28. November 1900. An alle Gemeinde-Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten -Tommanden. Ausforschung von Militärtaxpflichtigen. Nachstehende Personen, deren Aufenthalt bisher nicht ausgeforscht werden konnte, sind mit Militärtaxen im Rück¬ stande und auszuforschen: 1 Josef Exlinger, geb. 1868, zuständig nach Garsten Hausknecht. 2. Alois Haslinger, geb. 1864, zuständig nach Garsten Vagant. 3. JosefHolzer, geb. 1862, zuständig nach Garsten, Strazzensammler Alois 4. Nettler, geb. 1871, zuständig nach Knecht. Garsten, 5 Heinrich Reiter, geb. 1873, zuständig nach Garsten, Knecht 6. Max Rodler, geb. 1867, zuständig nach Garsten, Hausdiener. 7. Franz Schleger, geb. 1874, zuständig nach Barsten, Maurer. Ueber ein positives Resultat ist anher zu berichten Z. 15.544. Steyr, 27. November 1900. An alle Gemeinde - Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten -Tommanden. Widerruf. Mit Beziehung auf den im Amtsblatte Nr. 29 ent¬ haltenen Auftrag vom 14. Juli 1900, Z. 8852, werden die Gemeinde=Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten=Com¬ manden in die Kenntnis gesetzt, dass Elisabeth Schmied¬ thaler am 25. August 1900 im St. Annaspitale in Steyr gestorben ist Steyr, 27. November 1900. Z. 15.556. An alle Gemeinde-Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten -Tommanden. Ausforschung. Laut Erlasses der k. o.= ö. Statthalterei vom k. Nr. 20.869/IV, hat die k. k. Statt¬ 91. November l. J., alterei für Mähren um die Veranlassung der Nachforschung jach dem im Jahre 1873 geborenen, nach Javornik zu¬ ständigen, militärtaxpflichtigen Georg Kubecka, in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, sowie in den Ländern der ungarischen Krone das Ansuchen gestellt. Hievon werden die Gemeinde=Vorstehungen undk. k. Gendarmerieposten=Commanden mit dem Auftrage zur Aus¬ orschung in Kenntnis gesetzt Ein positives Ergebnis dieser Nachforschungen wäre bis 12. Jänner 1901 hieher anzuzeigen Steyr, 27. November 1900. Z. 15.557. An alle Gemeinde-Vorstehungen und k. k. Gendarmerieposten -Tommanden. Ausforschung. Am 21. August 1900 wurde in Mallersbach, poli¬ tischer Bezirk Oberhollabrunn in Niederösterreich, eine aus¬ weislose anscheinend blödsinnige Frauensperson aufgegriffen und der Schubstation in Retz überstellt. Dieselbe gibt auf die an sie gerichteten Fragen keine vernünftige Antwort, so dass von ihr selbst über ihre Person und Herkunft nichts n Erfahrung gebracht werden konnte. Nach dem Aussehen ihrer Hände und dem abge¬ chnittenen Haar zu schließen, dürfte sie wenig gearbeitet aben und aus einer Anstalt entwichen sein. Sie ist circa 40 Jahre alt, mittelgroß, ziemlich stark, hat rundes bräun¬ liches Gesicht, dunkle Augen, schwarze Haare, spricht slavisch

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2