Steyrer Geschäfts- und Unterhaltungskalender 1999

Steyrer Kalender 1999 Steyrer Widerstandskämpfer Leo Linsenmayr starb in Wien Im Alter von 78 Jahren starb im Juni in Wien Leopold Linsenmayr, einer der bekanntesten Steyrer Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime. Linsenmayr wurde 1920 in Wien geboren. Nach einer Techniker-Ausbildung wurde er als junger Ingenieur in die Steyr-Werke (damals Göring-Werke) dienstverpfiichtet. Der Münichholzer schloß sich 1944 der Widerstandsbewegung gegen die Nazis an. Gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete Linsenmayr mit, eine demokratische Stadtverwaltung in Steyr aufzubauen. Er zog in den Gemeinderat ein und wurde Angestellten-Betriebsrat in den Steyr-Werken, wo er dann als Fachlehrer in die Werkschule berufen wurde. Nach den Oktober-Streiks im Jahr 1950 verlor Linsenmayr wie fast al le akti ven Kommunisten seinen Arbeitsplatz. Doch wenig später wurde er zurückgeholt und zum Direktor imNibelungenwerk St. Valentin ernannt. 1955 übersiedelte Leopold Linsenmayr zurück in seine Heimatstadt, wo er bis zu seiner Pensionierung in einem Betrieb der Stadt Wien arbeitete. Steyrer HAK-Schüler erfolgreich als Zeitungs- und Filmemacher Beim oberöstereichischen Schülerzeitungs-Wettbewerb wurde das Blatt „Werndlstreet" zur besten Schülerzeitung des Landes gewählt. Blattmacher sind die Schüler des Ausbildungszweigs „Marketing, Journalismus und Medien" an der Steyrer Handelsakademie (HAK). Belohnt wurde das Sieger-Team um die beiden Chefredakteurinnen Karin Ziebermayr (Klasse IV c) und Lisi Ecker (Klasse II c) mit einem viertägigen Wien-Aufenthalt. Auch bei der „MediaBiennale", dem größten heimischen Schüler-Filmfestival, waren Schüler dieses Ausbildungszweiges der Steyrer HAK erfolgreich. Sie konnten sich mit dem Streifen „Hand yn Hand" im Spitzenfeld plazieren. Der von Evelyn Tiefenthaler, Margit Schweighuber, Carmen Wahlandt und Claudia Mauerkirchner (alle Klase IV c) gestaltete Beitrag wurde von der Jury in der Kategorie „Bester Film" auf Platz zwei gereiht. Die jungen Filmemacherinnen nahmen mit „Hand yn Hand" das grassierende Handy-Fieber satirisch aufs Korn. ,,Für mich ist es immer wieder beeindruckend, welch großen Einsatz die Schüler bei den Medienprojekten zeigen", lobte der für die beiden erfolgreichen Projekte verantwortliche HAK-Professor Alfred Baischer. Steyrerin siegte mit „Sommertraum" Das beste PhantasieMake-up zauberte die Steyrerin Martina Ka lkgruber (rechts) auf das Gesicht ihrer Klassenkol legin Hannelore Laglsdorfer aus Obergrünburg (links). Mit ihrem „Sommertraum" holte sich der 19jährige Lehrling, der im Steyrer Fachinstitut Haller beschäftigt ist, in Innsbruck den Bundessieg beim Berufsschulwettbewerb für Friseure und Kosmetiker. Chronik 9

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