Steyrer Geschäfts- und Unterhaltungskalender 1957

2. Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die weder ihre Ge¬ schäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben. Die beschränkte Vermögenssteuerpflicht erstreckt sich nur auf das Inlandsvermögen. Keine Freibeträge. Tarif: Die Vermögenssteuer beträgt grundsätzlich 5 v. Tausend. Fälligkeit: 10. Februar, 10. Mai, 10. August, 10. November je ¼. Gesetzliche Grundlage: Vermögenssteuergesetz 1954, BGBl. Nr. 192/1954. 6. BEFÖRDERUNGSSTEUER Gegenstand der Steuer: 1. Die gewerbsmäßige entgeltliche Beförderung von Personen, Gepäck und Gütern im Inland auf Schienen oder Seilbahnen sowie mit Pferdefuhrwerken oder mit Kraftfahrzeugen; 2. Die Beförderung von Gütern durch ein Unternehmen mit Kraftfahrzeugen für seine eigenen Zwecke (Werkverkehr). Steuersätze: Ab 1. August 1951 beträgt die Beförderungssteuer: a) im allgemeinen 6 v. H. des Beförderungsentgeltes; im Personen- und Gepäcksverkehr mit Kraftfahrzeugen 8 v. H. des Beförderungs¬ b) entgeltes; im Personen-, Gepäck- und Güterverkehr auf Schienenbahnen 5 v. H. des Beförde¬ c) rungsentgeltes; im Ortslinienverkehr mit Kraftfahrzeugen sowie im Verkehr mit Platz- und Miet¬ d) wagen 3 v. H.; im Straßenbahnverkehr und im Verkehr mit Omnibussen, die an Kraftleitungen e) gebunden sind, 2 v. H. Im Werkverkehr wird die Steuer mit einem Pauschbetrag von jährlich S 208.- von jeder Tonne Nutzlast der dem Werkverkehr dienenden Kraftfahrzeuge und mit einem Pauschalbetrag mit jährlich S 104.— von jeder Tonne Nutzlast der dem Werk¬ verkehr dienenden Anhänger eingehoben. Ferner ist ab 1. Mai 1952 jeder Unternehmer, der ein Gut mit einem Kraftfahr¬ zeug im Güterfernverkehr befördert, verpflichtet, einen gestempelten Fahrtausweis mit sich zu führen, oder, wenn er das Kraftfahrzeug nicht selbst lenkt, den Fahrer mit einem solchen Fahrtausweis auszustatten. Güterfernverkehr liegt vor, wenn ein Gut außerhalb des Umkreises von 65 km vom Wohnsitz (von der Betriebsstätte) des Unternehmers in der Luftlinie gemessen, befördert wird. Die Höhe der auf einem Fahrtausweis anzubringenden Stempelmarken beträgt je angefangene Tonne Nutzlast des für die Beförderung verwendeten Kraft¬ S 35.— fahrzeuges. Eine Fahrt im Güterfernverkehr liegt auch vor, wenn ein Gut im Werkverkehr über 65 km (Wohnsitz oder Betriebsstätte) befördert wird. Monatliche Abschlagszahlungen: Monatliche Abschlagszahlungen nach dem im ab¬ gelaufenen Kalendermonat erzielten Beförderungsentgelt (bis 20. jeden Monats). Gesetzliche Grundlagen: Beförderungsgesetz 1953. Im Güterfernverkehr ist für Marktfahrer und Wanderhändler und Marktvik¬ tualienhändler die Entrichtung der Beförderungssteuer im Pauschwege möglich. Diese Steuer beträgt prot und Jahr: für ein Kraftfahrzeug mit einer Nutzlast bis zu 1 t 300 S bis zu 2 t 400 S bis zu 3 t 500 S bis zu 4 t 600 S bis zu 5 t 700 S über 5 t 1000 S Der Pauschbetrag ist in vier gleichen Vierteljahresraten unaufgefordert jeweils bis zum 20. 3., 20. 6., 20. 9., und 20. 12. an jenes Finanzamt einzuzahlen, welches für die Verwaltung der vom benützten Kraftfahrzeug zu entrichtenden Kraftfahr¬ zeugsteuer zuständig ist. 286

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