226 Oberndorfer, der in Ausübung seines Berufes durch einen Kraftwagenunfall in Großreifling verunglückte, wurde zu Grabe getragen 23. Steyr. Die Hilfsarbeitersgattin Cä¬ cilia Großauer starb im 39. Lebensjahre. Großraming. Der 15jährige Sohn vom Stanglgute in Neustiftgraben Johann Reitner wurde beim Holzfällen von einem stürzenden Baum erschlagen und war sofort tot. 24. Steyr. Der Hilfsarbeiter Ferdinand Kraus starb im Alter von 50 Jahren; die Private Katharina Eder im 80. Lebens¬ jahre. Neuzeug. Im Krankenhaus Steyr starb die Hausgehilfin Mitzi Presenhuber im 24. Lebensjahre Gaflenz. An diesem Tage um 14.30 Uhr entgleisten während des Verschubes eines Güterzuges am Bahnhof in Gaflenz infolge mangelhafter Schließung der Weiche vier Güterwagen, wodurch eine Verkehrsstörung verursacht wurde. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt, auch der Materialschaden war nicht erheblich. Die Verkehrsunter¬ brechung, die sich auf alle drei Geleise er¬ streckte, dauerte jedoch bis zur Behebung des Schadens etwa sechs Stunden. 27. Steyr. Die Private Anny Hutter¬ berger starb im 25. Lebensjahre Steyr. Der Hilfsarbeiter und Kriegs¬ invalide Julius Mandl starb im 62. Le¬ bensjahre. St. Ulrich. Die Hebamme und Hausbe¬ sitzersgattin Karoline Dunst verschied im 63. Lebensjahre 28. Steyr. Der Sicherheitswacheinspektor 6. R. Karl Kriwa verschied im Alter von 72 Jahren. 30. Steyr. Ein Bericht des Arbeits¬ amtes Steyr zeigte zu Ende des Jahres die sprunghafte Abnahme der Arbeitslosenziffer seit dem Anschlusse der Ostmark ans Reich und dem damit sofort erfolgten Arbeitseinsatz Die Arbeitslosenziffer betrug Ende März 1938für den Amtsbezirk Steyr 4944ge¬ mneldete Arbeitslose. Wenn man bedenkt daß sich massenhaft Arbeitslose wegen Aussichts¬ losigkeit auf Vermittlung gar nicht beim Ar¬ beitsamte anmeldeten und die hohe Zahl der Ausgesteuerten berücksichtigt, dürfte es nicht zu hoch gegriffen sein, wenn einschließlich dieser unsichtbaren Arbeitslosigkeit die Zahl der Arbeitslosen am Tage des Umbruches mit rund 7000 angenommen wird. Das sind bei einer Bevölkerungsziffer von rund 74.000 ungefähr 10 Prozent der Einwohner des Be¬ zirkes Mit dem Umbruch setzte schlagartig das Arbeitsbeschaffungsprogramm des Füh¬ rers ein. Die Folge war nun, daß sich massenhaft Arbeitsuchende zur Vermittlung vormerken ließen. Trotz dieses Umstandes war der Stand an Vorgemerkten Ende April nur mehr 4685. Wenn man nun in Betracht zieht, daß die Steyr=Werke bis zu diesem Zeitpunkt mittlerweile rund 1100 Mann ein¬ gestellt hatten, bedeutet dies einen ganz ge¬ waltigen Erfolg. Nach Einsatz derBautätig¬ keit fiel der Stand sprunghaft. Sowies die Statistik mit Ende Mai 1938, also zweiein¬ halb Monate nach dem Umbruch, nur mehr 2935 Arbeitsuchende aus. Zwei Monate spä¬ ter meldete diese Statistik, die sich jahrelang in Tausendenziffern bewegte, die geradezu unglaublich niedere Zahl von 738 Arbeit¬ uchenden. Davon waren außerdem nur 236 tatsächlich arbeitslos, darunter nur 2 Männer! Die übrigen 502 kamen wegen verminderter Einsatzfähigkeit (körperliche Gebrechen oder weil sie ohnehin in Arbeit standen) für einen Arbeitseinsatz kaum in Frage, sondern wur¬ den mittlerweile in die Altersrente oderFür¬ sorge überstellt. Insgesamt wurden seit März 1938 bis Ende November 1938 vom Arbeits¬ amt Steyr 11.061 männliche, 1610 weibliche insgesamt also 12.671 Vermittlungen durch¬ geführt. Der Hauptanteil hievon entfällt aus die Vermittlungen in die Steyr=Werke, die seit März 1938 bis Ende des Jahres 4633 Neueinstellungen vornahmen und am Jahres¬ schluß einen Arbeiterstand von 8187 zählten. Steyr. Die Gemischtwarenhändlerin Ro¬ salia Graßmann verschied im 71. Lebens¬ jahre. Christkindl. Der Schlosser Josef Spatt starb im 66. Lebensjahre. Bad Hall. Im Alter von 79 Jahren starb Josefa Messerhaider. Die Ver¬ torbene war seit 1935 Mitglied der NSDAP. und während der illegalen Zeit eine eifrige Kampfgenossin. 31. Steyr. Die Magistratsoberverwal¬ terswitwe Katharina Menschik verschied im 78. Lebensjahre. Steyr. Zum erstenmal wurde heuer die Reichswinterhilfe=Lotterie auch in der Ost¬ mark veranstaltet. Als die ersten grauen Glücksmänner mit ihren Losen in den Stra¬ ßen erschienen, hatte man rasch begriffen, worum es sich bei diesen geheimnisvollen Männern handelte, und binnen kurzem ent¬ wickelte sich rund um sie ein überaus leb¬ haftes Treiben. Ununterbrochen waren sie von einer dichten Menschenschar umringt und hatten alle Hände voll zu tun, um die Lose auszugeben, unzählige 50=Pfennig=Stücke ent¬ gegenzunehmen und die kleineren Gewinne sofort auszubezahlen. Gewinnbeträge bis zu
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