Steyrer Geschäfts- und Unterhaltungskalender 1928

47 mn Drnen Aumnmoumm — W mwum Wwumnp W nmolmung W 0 000 M MUUNT 0 N0 □U 70 A zu 4 AA 44 EE SE □ 515 EIEEE 11 11 0 GE #neneten itennli. leelt. ni. n ent. 228 458 Alt=Pernstein. Hoch über dem lieblichen Kremstal, das von der silberflutenden Nixe „Chremisa“ durchrauscht wird, auf steilem, jäh abfallenden Felsgestein blickt trotzigkühn eine alte Burg herab, ein stummer Zeuge vieler vergangener Jahrhunderte. Alt=Pernstein bringt uns den Gruß verflossener tausend Jahre. Ihr Bild verleiht der Landschaft romantischen Zauber. Einst zum Schutz und Trutz gegen ins Land brechende Feinde erbaut, war sie eine Zufluchtsstätte in gefahrvollen Zeiten und ein Hort des alten Rittertums mit all seinen lichten und dunklen Seiten. Vielen Leuten in alter Zeit war Alt=Pernstein, das einst uneinnehmbare Felsennest, eine Stätte des Grauens und Schreckens wegen einer Eigenschaft als Ort der Gerichtsbarkeit. Wann die Burg Pernstein (so hieß sie bis 1665, um welche Zeit ein neues Schloß der Pernsteiner Herrschaft bei Kirchdorf geschaffen wurde, dem man den Namen „Neu=Pernstein“ gab) erbaut wurde, kann wie bei fast allen alten Burgen nicht festgestellt werden. Wahrscheinlich ist sie um die Wende des neunten und zehnten Jahrhunderts Im entstanden und mußte bald zur Abwehr des Ungarneinfalles dienen. Jahre 1036, dann 1179 und 1190 wird das castrum „Pernstein“ schon genannt. Den Namen hat es vom gewaltigen, einstens bei uns in den Wäl¬ dern lebenden Bären. Der Name „Bärenstein“ (in der Urkunde wird er Pernstein) paßt so recht zu seinem Gegenstück „Schellenstein“ einem früheren Schlosse am Thurnhamberg gegenüber dem Pernstein. Die Burgstelle Schellenstein, von der nur mehr sehr spärliche Reste zu sehen sind, hat ihren Namen vom Riesenhirschen „Schelch“ (wahrscheinlich der Schelch, welcher auch im Nibelungenliede genannt wird) und wurde aus „Schelchenstein“ in der Volkssprache „Schellenstein“. Die ersten Herren auf der Ritterburg Pern¬ stein nannten sich nach ihr. Ein Pilgrim von Pernstein wird schon um 1050 genannt. Um 1170 wird bereits Schellenstein (Scellenstaine) erwähnt. Etwa um diese Zeit scheinen die Geschlechter auf Pernstein und Schellenstein sich arg befehdet zu haben und Schellenstein muß früh dem Untergang geweiht worden sein, denn der Name des Geschlechtes verschwindet bald aus der Geschichte und die Burg verödete. Wo die Geschichte schweigt, da redet die Sage um so lauter und sie raunt uns eine Schreckenmäre vom „bösen Pernsteiner“ zu. Am Pernstein sowie am Schellenstein hausten zwei Brüder. Der Pernsteiner hatte gegen seinen Bruder tiefe Haßgefühle und beschloß dessen Untergang. Der Herr auf Pern¬ stein wußte seinen Bruder zu einem festlichen Gelage im Rittersaal auf Schloß 1

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2