Gemeinderatsprotokoll vom 30. Oktober 1931

Ueber die fortschreitende Verelendung der Bevölkerung dieser Stadt geben nachstehende Ziffern ein, jede weitere Bemerkung überflüssig machendes Bild. Es beträgt der Sachaufwand des Fürsorgewesens in den Jahren: 1929 1931 für Armenpflege: Erhaltungsbeiträge S 42.010.- S 17.720.- Erziehungsbeiträge S 32.960.- S 65.770.- Bekleidungskosten S 5.820.- S 9.000.- Verpflegung in den Heimen S 67.540.- S 68.570.- Krankenpflege S 48.610.- S 80.180.- Begräbniskosten S 1.050.- S 1.460.- momentane Aushilfen S 7.040.- S 14.700.- Heilstätten S 1.340.- S 1.800.- Versorgungsheime S 27.110.- S 29.300.- zusammen S 233.480.- S 318.880.- Tuberkulosenfürsorge S 7.080.- S 7.650.- Taubstummenfürsorge S -.- S 620.- Blindenfürsorge S 610.- S 950.- Irrenfürsorge S 18.380.- S 24.600.- Wohnungsfürsorge S -.- S 2.300.- Kleinrentnerfürsorge S 230.- S 38.670.- produkt. Arbeitslosenfürsorge S 5.940.- S 14.220.- Schülerausspeisung S -.- S 12.170.- Gesamtaufwand S 265.720.- S 420.260.- Der Sachaufwand für das Fürsorgeetat wird sich daher im Jahre 1931 gegenüber 1929 um S 154.540.- das sind 58 % erhöhen, obwohl leider auch auf diesem Gebiete grösste Sparsamkeit gezwungenermassen herrschen muss. Man erwäge: In einem einzigen Jahre sind die Erträgnisse aus den Abgaben um eine halbe Million Schilling weniger, die Ausgaben

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