Gemeinderatsprotokoll vom 16. und 20. März 1923

V.B. Dedic erkrankt sei und um Urlaub in der Dauer von 8 Wochen ersucht. Wird zur Kenntnis genommen. Sodann bringt der Herr Bürgermeister eine Interpelation der G.R. Kletzmayr, Dr. Peyrer Angermann und Konsorten zur Verlesung über eine in der Sitzung vom 9. Februar l.J. von Sei te des Herrn V.B. Dedic gefallene Äusserung: Er finde die Wor te des G.R. Prof. Brand zwar sehr schön, er könne denselben abe keinen Glauben schenken, weil diese mit Ausführungen der Steyrer Zeitung nicht in Einklang ständen, welche Äusserung zweifellos den Vorwurf der Unaufrichtigkeit und Unehrlichkei beinhaltet. Die Interpellanten stellen an den Herrn Bürgermeister die Anfrage, was er vorzunehmen gedenkt, um derartige unliebsame Vorkommnisse in Zukunft hintanzuhalten. Bürgermeiste Wokral verliest aus dem Protokoll vom 9. Februar die diesbezügliche Stelle und sagt, dass die Äusserung Dedic gleichsam eine Gegenüberstellung der Zeitungsartikel mit den Ausführungen Prof. Brand, aber keine persönliche Beleidigung war. Wenn irgend wo eine solche gefallen wäre, so hätte er unbedingt dagegen Stellung genommen, unbekümmert um die Seite. Sicher sei, dass keine Absicht auf Beleidigung vorhanden gewesen ist Vizebürgermeister Nothhaft übernimmt den Vorsitz und erteilt Bürgermeister Wokral zu Punkt 1. a) Ernennung der Mitglieder der Hauptwahlbehörde das Wort. Derselbe führt aus, dass anlässlich der Wahlausschreibung die Mitglieder der Hauptwahlbehörde gemäss §§ 5 und 6 und 7 der Wahlordnung durch den Gemeinderat zu ernennen sind. Hiezu werden vorgeschlagen: Als Beisitzer: Als Stellvertreter: Von der sozialdemokratischen Partei: Leopold Friedrich Hans Witzany Karl Klement Franz Tribrunner Berta Kisely Christine Dedie. Von den vereinigten bürgerlichen Parteien: Prof. Wenzel Brand Franz Binder

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