Ratsprotokoll vom 9. Mai 1879

Antrag gestellt, bevor der Gemeindet über diesen Gegenstand schlüßig geworden sei, er möchte eben diese Belastung dem Direktor nicht aufbürden. Wenn der Direktor Etwas für die Gemeinde thun müße, dann würde derselbe auch an die Gemeinde heran- treten, wenn sein Geschäft schlecht gehe. Wol aber würde er sich den Zusatz zum Vertrage erlauben, daß der Direktor verpflich- tet sein solle, die Abhaltung je einer Dilettanten-Vorstellung in jedem Monate zu gestatten, welche das Comité zum Zwecke der Theater-Restaurirung veranstalten werde; es könne dies ja an einem Tage gesche- hen, wo der Direktor selbst nicht spiele. G.R. Mayr glaubt, daß, wenn diese Dilettanten-Vorstellungen im Laufe der Saison gegeben würden, dieselben beeinträch- tigt würde, indem der Direktor Manöver machen werde, daß bei denselben weniger Einname erzielt würden; auch verlieren dieselben an Wert, wenn sie zu oft auf einan- der kommen. G.R. Dr. Hochhauser erwiedert, daß dies Sache des Comités sei, dem er einen Spiel- raum gewärt wissen möchte. G.R. Haller meint, es würde ein großer Nachteil für den Direktor sein, wenn monatlich einmal Dilettanten-Vorstellungen

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